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Fahrradinteressent unter Beobachtung

Stralsund Fahrradinteressent unter Beobachtung

Mit ihrem Job sorgen sie für Sicherheit und Ordnung in der Hansestadt. Hier geben Stralsunder Polizisten Einblick in ihre Arbeit.

Stralsund. Der Mann, der da auf dem Neuen Markt zu dunkler Stunde vergeblich am Sattel eines angeschlossenen Herrenfahrrads rüttelte, kam der Zivilstreife der Polizei verdächtig nach einem Langfinger vor. Die Beamten entschlossen sich, das Treiben zu beobachten.

„Irgendwie muss sich aber auch der Verdächtige beobachtet gefühlt haben“, sagt Kriminaloberkommissarin Jana Henning. Zumindest muss es so ein unbestimmtes Gefühl gewesen sein, das den Mann zwar vom Sattel wegtrieb, aber nicht aus der Nähe der Fahrradständer. „Doch zunächst ging er zu einem auf der Straße abgestellten Damenfahrrad und stellte dies ohne anzuschließen in den Fahrradständer“, berichtet die Ermittlerin weiter.

Gewissermaßen pfeifend und die Hände in den Taschen stromerte der Radinterressierte über den Neuen Markt und schaute ab und zu mal durch die Seitenscheiben in geparkte Autos. Aber ein Auge hatte er wohl immer auf den Fahrradständer.

Doch die Sache schien ihm offenbar doch nicht ganz geheuer. Vielleicht waren gegen 21 Uhr auch noch so viel Menschen unterwegs, dass er sich gestört fühlte. Als er sich in Richtung Tribseer Straße auf den Weg machte, hatten die Polizisten genug gesehen, um ihn anzuhalten und zu kontrollieren. Auf die Frage nach dem Sattel, an dem er herumgedreht hatte, antwortete der Man nur sehr ausweichend.

Das Damenrad, das er von der Straße in den Ständer geschoben hatte, wollte er von einem Kumpel namens Thomas geschenkt bekommen haben. Nachname — Fehlanzeige.

Per Funk versuchten die Beamten, nun etwas mehr zur Identität des 28-Jährigen zu erfahren, den sie da gestoppt hatten. Und siehe da, der Polizeicomputer hatte etwas über ihn gespeichert. So fanden sich auch Einträge über Vorstrafen wegen Eigentumsdelikten.

„Das schien alles mit den Beobachtungen der Kollegen übereinzustimmen“, sagt Jana Henning. Jedoch stand das zwar geschenkte, aber achtlos abgestellte und nicht angeschlossene Damenfahrrad nicht in Fahndung. Als das der Verdächtige mitbekam, zeigte er plötzlich auch wieder Interesse an dem Rad. Und machte sich schließlich damit aus dem Staub.

„Wir können da immer nur an die Bürger appellieren, denen ein Fahrrad abhanden gekommen ist, das auch anzuzeigen“, sagt die Kommissarin. Nur wenn der Fahndungscomputer etwas dazu enthält, kann die Polizei auch etwas unternehmen, wenn ein Verdächtiger mit einem solchen Rad erwischt wird.

Dieser Fall ging mit einer Anzeige zum versuchten Diebstahl eines Fahrradsattels aus. Wie es weitergeht, ist jetzt Sache des Staatsanwalts.

 



Jörg Mattern

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