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Falkenberg begegnet im Remter den „Menschen auf Brücken“

Stralsund Falkenberg begegnet im Remter den „Menschen auf Brücken“

Ehemaliger Frontmann der Band „Stern Meißen“ stellt neues Album vor

Stralsund. Entwaffnend ehrlich führte Ralf Schmidt alias Falkenberg durch sein Live-Konzert am Freitagabend im Remter. Der ehemalige Frontmann der zu DDR-Zeiten höchst erfolgreichen Band „Stern Meißen“ ließ bei der Vorstellung seines aktuellen Albums „Menschen auf Brücken“ die Konzertgäste tief in sein Seelenleben blicken, wenn er darüber singt, wie er sich während einer depressiven Episode mit „20-Milligramm-Krücken“, sprich Psychopharmaka, über Wasser halten musste und das zweimal innerhalb von zehn Jahren – da wurde es mucksmäuschenstill im voll besetzten Remter. „Zu hohe Ansprüche, die wir uns selbst auferlegen, aber auch von der Gesellschaft auferlegt bekommen, können krank machen“, sagte der 57-jährige Musiker und beschrieb wenig später mit den Liedzeilen „Tage im Tunnel... unter den Brücken... und Schritten im Kreis“ wie mental dreckig es ihm gegangen sein muss. Er wolle durch seinen offenen Umgang mit der Depression ein gesellschaftliches Tabu brechen, damit sich betroffene Leute trauen, sich zu ihrem Leid öffentlich zu bekennen.

Doch es sollte keineswegs ein Abend in Moll werden, denn Falkenberg zieht aus seiner künstlerischen Konfrontation mit seinen Seelenöten offenbar auch viel Kraft.

Kraftvolle politische Lieder mit mutigen Statements spiegelten sich unter anderem in dem Song „Dirigenten des Todes“ wieder, denn Ralf Schmidt will es als bekennender Pazifist nicht kapieren, dass Deutschland pauschal zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für das Militär und die Rüstung ausgeben soll.

„Krieg ist zu allen Zeiten ein Geschäft gewesen, in dem es immer um viel Geld und Ressourcen geht und mehr Waffen können keinen Frieden schaffen“, so sein Fazit. Falkenberg möchte nicht nur „rumnölen“, sondern die Leute bewegen, ihre „bequemen Sitzlandschaften“ zu verlassen und den Protest gewaltfrei öffentlich äußern. Der Vater zweier Söhne meinte, er habe „Angst vor der Angst der Menschen, denn Angst macht das Rückgrat weich“.

Christian Rödel

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