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Stralsund Fantastisch nah an der Stadtgeschichte
Vorpommern Stralsund Fantastisch nah an der Stadtgeschichte
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00:00 15.03.2013
Viel Beifall gab es gestern f�r moderierende Sch�ler und Musiker beim Konzert im Theater Vorpommern. Fotos (3): Uwe Ro�ner
Stralsund

Musik verbindet. Sie lässt sich auch mit anderen Wissensgebieten in Beziehung setzen. Was für eine klangvolle Kooperation daraus entstehen kann, bewies am Donnerstagvormittag das Schülerkonzert im großen Saal des Theaters Vorpommern am Olof- Palme-Platz.

An die 270 Jugendliche erlebten, wie der Hauptfachkurs Musik der Jona-Schule anhand von fotografierten Exponaten des Kulturhistorischen Museums, Gedichten und kleinen Szenen vergnüglich wie erhellend durch dreieinhalb Jahrhunderte führte. Den passenden Sound lieferte das Philharmonische Orchester Vorpommern unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg.

Zum Schiffsmodell einer Fregatte, zu einem weltweit seltenen Globenpaar, einem Doppelporträt, einer Glocke oder einem Werk des Stralsunder Malers Eduard Neiny (1827 - 1861) erklangen Werke von Cavalli, Fesch, Mozart, Berlioz und Mahler. „Ich bin begeistert, was die Schüler geleistet haben“, gestand Anne Kretzschmer. Sieben Monate Vorbereitung gingen für die Musiklehrerin und ihre sechs Eleven der elften Klasse damit zu Ende. Vertreter des Theaters sowie des Kulturhistorischen Museums seien immer wieder in den Unterricht eingeladen worden. Dies betraf nicht allein Musik, sondern auch die Fächer Deutsch und Geschichte. „Für uns war es total gut“, äußerte Clara Bräunlich. Alle Schüler standen zum ersten Mal als Moderatoren auf der Bühne und durften zu einem Publikum sprechen.

„Es war eine gute Erfahrung.

Es ist etwas anderes als im Klassenzimmer“, meinte Mareille Merck und ergänzte: „Durch das Projekt haben wir noch einmal einen anderen Zugang zum Theater bekommen.“

Zutritt hatte ihr Kurs sowohl zu den Philharmonischen Konzerten dieser Spielzeit des Musentempels als auch in das Kulturhistorische Museum. „Die Konzertidee ist klasse. Gern würden wir uns beim nächsten Mal musikalisch selbst mit einbringen“, sagte Mareille.

„Die Reihe ist für alle Seiten ein Gewinn. Die Schüler bekommen einen Kontakt zu uns und wir erfahren, was bei ihnen passiert. Es ist sehr lohnend“, äußerte der Flötist Uwe Hildebrandt. Der Aufritt mit seiner Kollegin Claudia Otto mit dem Doppelflötenkonzert von Willem de Fesch habe ihm sehr viel Spaß bereitet.

„Musik + Geschichte gefällt mir sehr gut“, sagte Dr. Andreas Grüger. Der Direktor des Kulturhistorischen Museums freute sich über die Kooperation. „Das Ergebnis ist überwältigend“, lautete sein Statement nach den Konzert. Über eine Fortsetzung würde er sich freuen. Es gäbe noch genug Exponate, die der Öffentlichkeit auf diese Weise vorgestellt werden könnten.

„Die Präsentation ist gelungen“, bilanzierte Piet Schwarzenberger. Der Geschichts- und Physiklehrer der Jona-Schule fand die thematische Kombination des Konzerts sehr reizvoll. „Es macht auch Appetit, ins Museum und ins Theater zu gehen“, fügte er hinzu.

„Es ist ein lebendiges Format. Für uns war es spannend, und wir wollen es sehr gern weiterführen“, sagte die Musikdramaturgin Katja Pfeifer vom Theater Vorpommern. Dann allerdings unter einem neuen Motto. Gespräche mit den Schulen liefen bereits.

Uwe Roßner

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