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Fast wie in L.A.: Walk of Fame an der Sundpromenade?

Stralsund Fast wie in L.A.: Walk of Fame an der Sundpromenade?

Die CDU/FDP-Fraktion in der Bürgerschaft will auf diese Weise berühmte Sportler aus der Hansestadt ehren / Gegenwind kommt aus den anderen politischen Lagern

Stralsund. Erfolgreiche Sportler aus Stralsund könnten bald auf einem Walk of Fame verewigt werden. Das schlägt zumindest die CDU/FDP-Fraktion in der Bürgerschaft vor.

Nach den Vorstellungen von Ann Christin von Allwörden (CDU) könnte diese Meile des Ruhms an der Sundpromenade angelegt werden.

Viele wüssten zwar, dass Jürgen Brähmer aus Stralsund aktueller Boxweltmeister ist, aber dass zum Beispiel der Stralsunder Carsten Embach als Bobfahrer mehrfacher Weltmeister und sogar Olympiasieger ist, sei weniger bekannt, sagt die Kommunalpolitikerin. „Wir möchten deshalb ergänzend zu den Ehrennadeln und der Wahl zum Sportler des Jahres eine Informationsmöglichkeit schaffen, die dauerhaft an die Stralsunder Sporterfolge erinnert.“

Die Sundpromenade sei ein guter Ort, um über die zahlreichen Welt- und Europameistertitel von Stralsunder Sportlern und die von ihnen aufgestellten Rekorde zu informieren. Dort hätten dann Spaziergänger die Möglichkeit, mehr über die Stralsunder Sportgeschichte zu erfahren. Wie genau diese Informationen aussehen können, soll in einem offenen Dialog beraten werden. „Von im Boden eingelassenen Plaketten bis hin zu Informationsstelen sind verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten denkbar“, sagt von Allwörden, die für die CDU bei den bevorstehenden Wahlen in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einziehen will. Es gibt sogar bereits einen Antrag für die Bürgerschaft. Darin heißt es wörtlich: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die Errichtung von Tafeln zur Ehrung von Stralsunder Sportlern an der Sundpromenade zu planen.“

Mitglieder anderer Bürgerschaftsfraktionen sehen den Vorschlag indes eher kritisch. Peter van Slooten (SPD) ordnet die Idee als „Wahlkampfgetöse“ ein und ergänzt: „Erfolgreiche Sportler zu ehren, ist zwar eigentlich nicht schlecht, ob es aber auf diese Weise und an der Stelle erfolgen muss, halte ich für sehr diskussionswürdig.“

Thomas Haack (Bürger für Stralsund) freut es als Mitglied „der Fraktion, die sich besonders für den Sport in der Stadt engagiert“ sehr, wenn andere das ebenfalls tun. Es wäre aber viel wichtiger, sich für den Bau der neuen Arena an der Kupfermühle einzusetzen. Es gebe genügend Möglichkeiten, erfolgreiche Sportler zu ehren. „Eine Straße der Besten hatten wir 40 Jahre lang.“

Gegenwind kommt auch von Bündnis 90/Die Grünen. Claudia Müller: „Das Geld sollten wir lieber für die Förderung des Kinder- und Jugendsports nutzen. Wenn wir im Geld schwimmen würden, könnte man vielleicht über einen Walk of Fame nachdenken.“

Als „Schnellschuss im Wahlkampf“ bezeichnet Marc Quintana Schmidt (Linke offene Liste) den Vorschlag von Ann Christin von Allwörden. „Sollte die CDU/FDP-Fraktion tatsächlich einen entsprechenden Antrag in der Bürgerschaft stellen, werden wir ihn ablehnen.“ So etwas müsse vorher in den Fachausschüssen diskutiert werden.

Auf dem berühmten Walk of Fame in Los Angeles sind Stars verewigt, die eine wichtige Rolle vor allem in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie gespielt haben oder noch spielen.

OZ FACEBOOK

Heiß diskutiert wird der Vorschlag auch im sozialen Netzwerk Facebook im Internet. Hier einige Auszüge:

Olaf Krause: Und die Wahlmaschine der CDU ist im vollen Gange. Jetzt stapeln sich die Anträge, ob sinnvoll oder nicht.

Nicole Kasten: Es gibt wichtigere Dinge, in die man investieren kann als in solchen Blödsinn.

Serena Döring: Die sollten sich selber ein Denkmal setzten: für schlaues Denken. Hat Stralsund genug Geld? Dann wundert es mich, dass wir die Tafel für Bedürftige brauchen.

Sally Raese: Ich finde es sinnvoller, endlich eine Möglichkeit zu schaffen, dass man auf der Sundpromenade endlich Sport machen kann.

• www.facebook.com/oz.stralsund/

Jens-Peter Woldt

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