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Stralsund Ferienspaß am Sund: Buntes Angebot für Größere und Kleine für die schulfreien Tage
Vorpommern Stralsund Ferienspaß am Sund: Buntes Angebot für Größere und Kleine für die schulfreien Tage
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00:01 10.02.2018
Greta Göbel (10) hat in der Kinderbibliothek an der Fotosafari teilgenommen. Quelle: Fotos: Miriam Weber
Stralsund

Leni Seraphin zögert kurz, aber dann greift sie nach der Schere und legt los. Gemeinsam mit ihrer Oma Eva-Maria Balthasar und ihrer Freundin Charlotte Walter ist die Zwölfjährige dabei, einen Kalmar zu sezieren. Das Trio aus Berlin hat in den Winterferien im Meeresmuseum die Themenwerkstatt „Fische, die keine sind“ besucht. Gemeinsam mit Museumspädagogin Eva Klooth haben alle Teilnehmer zunächst bei einem Rundgang Wissenswertes erfahren, um dann schließlich auch einen Kalmar zu sezieren.

Leni Seraphin zögert kurz, aber dann greift sie nach der Schere und legt los. Gemeinsam mit ihrer Oma Eva-Maria Balthasar und ihrer Freundin Charlotte Walter ist ...

„Das kostet schon ein bisschen Überwindung“, gibt Leni zu. Die Hauptstädter haben ein paar Tage am Sund verbracht. „Wir waren mehrmals im Schwimmbad“, erzählt die zehnjährige Charlotte, und Leni ergänzt: „Durch die Altstadt sind wir auch spaziert.“ Außerdem haben sie mit Lenis Großeltern das Ozeaneum und eben das Meeresmuseum besucht.

Das gehört übrigens auch bei Barbara Geisler und ihrem Enkelsohn Luca zum festen Ferienprogramm. „Wenn Luca mich besucht, machen wir immer einen Abstecher nach Stralsund“, sagt die Greifswalderin.

Klar, dass Luca es spannend findet, gemeinsam mit seiner Oma den Kalmar zu untersuchen. Da hat er auch wesentlich weniger Berührungsängste als die Mädels aus Berlin. Außerdem hat er sich dank Eva Klooth genau gemerkt, wie man Muscheln und Schnecken voneinander unterscheidet. „Eine Schnecke hat immer ein einzelnes großes Gehäuse, auch wenn wir manchmal denken, dass das eine Muschel ist. Aber eine Muschel besteht immer aus zwei Schalen“, erklärt er.

Wer in Stralsund in den Ferien etwas erleben möchte, hat dafür jede Menge Gelegenheiten. Egal, ob Museen, Zoo oder einzelne Stadtteiltreffs – in der Hansestadt gibt es ein umfangreiches Programm.

Während in den Museen auch viele Ferienkinder aus anderen Bundesländern spontan die Angebote nutzen, sind die meisten Besucher in der Stadtbibliothek aus der Hansestadt.

Das Zwillingspärchen Linda und Paula Fuhrmann aus Stralsund ist gemeinsam mit Mama Mandy in die Kinderbibliothek gekommen, um an einer Fotosafari teilzunehmen.

„Die Fotosafari ist eine kleine Entdeckungstour quer durch das Haus“, sagt Iris Herrnbrodt, Mitarbeiterin der Bibliothek. Die Kinder erhalten einen kleinen Quizblock, auf dem unter anderem Detailfotos der Bibliothek zu sehen sind. „Diese Bilder müssen gesucht und dann dazu Rätsel gelöst werden.“ Dabei geht es darum, die Bibliothek und ihre Nutzungsmöglichkeiten spielerisch besser kennenzulernen. Für jede richtige Aufgabe gibt es Buchstaben, die am Schluss ein Lösungswort ergeben.

„Klar, dass wir auch ein paar Preise für unsere kleinen Leser haben“, sagt Iris Herrnbrodt. „Mir macht das auf jeden Fall Spaß“, sagt Greta Göbel (10). Während sie und ihre Freundin überlegen, wie viele Bücher wohl so in der „Kibi“ stehen, erzählt sie, dass sie auch schon am Schwimmcamp teilgenommen hat. Aber dann muss sie weiter, das Quiz soll schließlich gelöst werden. So lässt sich’s in den Ferien doch aushalten.

Heuboden ganz in Familie

Der Stadtteiltreff Heuboden startet in der zweiten Winterferienwoche ein Programm rund um die Familie. Beantwortet werden soll die Frage: Wer gehört dazu, wie soll die eigene Familie später aussehen, was ist ein Stammbaum, und wie kann man ihn einfallsreich gestalten?

Wer Interesse hat, kann von Dienstag bis Freitag jeweils zwischen 10 und 15 Uhr vorbeischauen. An zwei Tagen werden Familienrezepte verraten, es wird gemeinsam gekocht und gegessen. Am Mittwoch geht es außerdem unter Anleitung von Klettertrainern an die Kletterwand in Samtens. Dafür sind aber nur noch wenige Plätze frei – um Anmeldung wird gebeten (☎ 0157/84807488).

Wer weitere Fragen oder Anmerkungen, vielleicht auch Ideen für künftige Ferienprojekte hat, kann sich gern unter der genannten Nummer bei Kathrin Pöthke melden. Erreichbar ist der Stadtteiltreff aber auch über Facebook oder direkt auf dem Heuboden des Kreisdiakonischen Werks in Stralsund im Heuweg 11.

Geschichte zum Gruseln

Wer es gruselig mag, ist am Dienstag um 10 Uhr zu einer Lesung in die Stadtbibliothek eingeladen. Für Kinder von sechs bis zehn Jahren wird die Geschichte von Michael Morpugo „Das Gespenst mit den roten Augen“ vorgelesen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Molli, die ihre Cousine Felizitas überhaupt nicht leiden kann. Deshalb erfindet sie, um sie zu ärgern, ein Gespenst. Wer wissen will, warum Molli am Ende der Geschichte plötzlich selbst vor Schreck kreidebleich im Garten steht, sollte am Dienstag in der Badenstraße 13 vorbeischauen.

Miriam Weber

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