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Stralsund Festivalauftakt an der Barthe
Vorpommern Stralsund Festivalauftakt an der Barthe
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00:00 22.05.2013
Birgit Heinig, Dr. Gerd Albrecht und Carsten Bergner vom Verein Backstein — Geist und Garten sowie Nicole Höra vom Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst und der musikalische Leiter Lutz Gerlach (v. l.) freuen sich auf den diesjährigen barocken Auftakt der Naturklänge in Starkow. Quelle: rossner
Starkow

Leicht hat es aus Sicht des musikalische Leiters, Lutz Gerlach, dieser Spielort nicht. Weit ab von den Ostseebädern und den Touristenströmen liegt er.

Dennoch sei zweifellos: „Starkow war von Anfang an dabei.“ Stets sei viel Wert auf barocke Musik gelegt worden. „Wir freuen uns sehr, Eröffnungsort sein zu dürfen“, äußert Dr. Gerd Albrecht. Der Vorsitzende des Vereins Backstein — Geist und Garten schätzt das Setzen auf Klasse anstelle von Masse bei den Naturklängen sehr.

Diese präsentieren jedes Jahr hochkarätige Musiker an erlesenen Orten mit gezielt ausgesuchtem Repertoire. Musik in ihrer Vielfalt wird dabei immer ins Verhältnis zur Natur gesetzt. Im erblühten historischen Pfarrgarten wird das zeitlich angemessen gekleidete Barockensemble „Claire de lune“ Werke zum viel besungenen Venedig darbieten.

Im Klosterinnenhof von Ribnitz-Damgarten zeigt das Trio Artpassion verschiedenste Zugänge zu Antonio Vivaldis „Die Vier Jahreszeiten“ auf. Einen Sommernachtstraum will das Klavierduo Susan & Sarah Wang beim „Swimming Piano“ in Schlemmin zelebrieren. Erstmals wird dazu Samira Hempel als Schauspielerin dazu Texte von William Shakespeare lesen. Feuertänze auf zwölf Saiten verspricht das aus Ungarn stammende Gitarrenduo Katona Twins. Musik für Kraniche wird der Cellist und einer der Weltmusikpioniere Sonny Thet vor der Alten Schmiede in Hessenburg zu Gehör bringen. Diese kommt 2013 als Konzertort innerhalb der insgesamt acht sanften Events umfassenden Naturklänge neu dazu. „Wir sind dieses Mal außergewöhnlich international“, so Lutz Gerlach im Hinblick auf die verpflichteten Künstler. Stammbesucher aus dem Bundesgebiet halten dem Festival seit Jahren die Treue. „Einige Konzerte haben bereits Kultstatus“, bestätigt der 51-Jährige. Je nach Wetterlage kommen zwischen 200 bis 1000 Gäste zu einem Termin. Nicht allein die Touristen, sondern ebenso die Menschen in der Region sollen mit dem Jahreslauf der Naturklänge angesprochen werden. „Die Leute wollen das Küstenvorland entdecken“, erzählt Gerd Albrecht. Diese Erfahrung habe der Verein Backstein — Geist und Garten gemacht. Die B 105 habe sich für Starkow als keine benachteiligende Grenze ausgewirkt.

Als ein guter Zusammenklang habe sich hier Kultur- und Landschaftspflege über Jahre hinweg entwickelt. Rücksicht werde von Anfang an auf die empfindlichen historischen Instrumente der eingeladenen Barockensembles genommen. Deshalb erfolge der Konzertbeginn unter freiem Himmel und werde in der mit Blüten reichlich geschmückten Backsteinbasilika St. Jürgen fortgesetzt. „Die Reihe wird von der hiesigen Bevölkerung angenommen“, fügt er hinzu. Eine Neuheit aus dem Jubiläumsjahr 2012 werde fortgesetzt. Im 10. Jahr des Bestehens von Backstein — Geist und Garten erhielten die Konzertgänger die Gelegenheit, in barockem Kostüm für den halben Preis Einlass zu bekommen. Dies sei gut angenommen worden.

Die Reihe wird nicht nur von Touristen, sondern auch von Einheimischen gut angenommen.“Gerd Albrecht, Backstein-Verein Starkow

Uwe Roßner

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