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Stralsund Feuerwehrflotte wird aufgerüstet
Vorpommern Stralsund Feuerwehrflotte wird aufgerüstet
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00:05 03.08.2016
Noch sind sie nicht gebaut, erst im Herbst 2017 beziehungsweise Anfang 2018 sollen sie auf den Hof rollen: Zwei neue Löschfahrzeuge für die Berufsfeuerwehr. Kostenpunkt 668 000 Euro. Die Hälfte der Summe zahlt das Land. Brandmeister Ulf Dopichaj (2.v.r.) ist froh, dass Innenminister Lorenz Caffier (r.) einer Umplanung zugestimmt hat. Der Löschtank eines Autos wird nun 4000 Liter Wasser fassen. Fotos (2): Marlies Walther

Die Entscheidung ist längst überfällig: Für die Stralsunder Berufsfeuerwehr können zwei neue Fahrzeuge angeschafft werden. Dafür wurde nun der Weg frei gemacht.

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Jetzt ist das Geld da: Stralsund erhält zwei neue Löschfahrzeuge, die allerdings erst 2017 und 2018 ausgeliefert werden.

Insgesamt kosten die beiden Autos 668000 Euro. Die Hälfte der Summe trägt das Land. Innenminister Lorenz Caffier übergab gestern an Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (beide CDU) auf dem Feuerwehrgelände an der Sundpromenade einen Fördermittelbescheid. „Damit kann nun die europaweite Ausschreibung erfolgen“, sagte Feuerwehrchef Jörg Janke (59) erleichtert. Die Bauzeit betrage dann etwa ein Jahr.

Er selbst wird die Auslieferung der neuen Löschfahrzeuge aber nicht mehr im Dienst erleben. Denn Janke geht im kommenden Mai in Ruhestand. Die Autos sollen jedoch erst im Herbst 2017 beziehungsweise Anfang 2018 vom Band rollen.

Wie bitter nötig es ist, die Flotte aufzurüsten, zeigt ein Blick auf das Alter der vorhandenen, bereits ziemlich störanfälligen Technik. Die Autos sind teilweise über 30 Jahre alt und hätten eigentlich schon viel früher ausgemustert werden müssen. Das Löschboot stammt sogar aus dem Jahr 1973. Mit der Neuanschaffung werde nun auch honoriert, „dass wir regional denken“, betonte Janke vor Vertretern benachbarter Gemeinden.

Auch der Minister hob hervor, dass die Fahrzeuge nicht nur der Hansestadt, sondern ebenso den Freiwilligen Feuerwehren der Ämter Altenpleen und Niepars sowie von Altefähr zugute kommen. Der Einsatz zur Amtshilfe sei inzwischen vertraglich vereinbart worden. „Das ist ein Modell, das Schule machen sollte, denn damit könnte sich die Situation im Brandschutz gerade im Umfeld der großen und mittleren Städte erheblich verbessern“, lobte Caffier.

Jährlich rückt die Stralsunder Feuerwehr im Schnitt zu rund 120 Bränden und 600 Hilfeleistungen aus. Etwa 65 Alarmierungen betreffen laut Janke das Umland. Um die Einsätze unabhängig von Verwaltungsgrenzen zu optimieren, sei eine Alarm- und Ausrückeordnung für die Region entwickelt worden. Dazu hätten die Feuerwehren aus Stralsund, Altenpleen, Niepars und Altefähr ihre Einsätze seit 2014 analysiert. Anhand von Risikoszenarien seien der Bedarf und die nötige Alarmierung festgelegt worden. Dieses Konzept werde bereits umgesetzt. „Hier stehen Verantwortungsbewusstsein und Flexibilität im Interesse der Sicherheit unserer Bürger ganz weit vorn“, schätzte Caffier ein, der sich kurzentschlossen selbst hinters Steuer eines Löschfahrzeuges setzte und eine Ehrenrunde drehte.

„Wir sind sehr froh, dass noch einmal umgeplant werden konnte und der Minister dafür sein Okay gegeben hat“, sagte Brandmeister Ulf Dopichaj (46), der seit 19 Jahren Feuerwehrmann ist und auch zur Tauchtruppe gehört. So werde eines der Fahrzeuge nun über einen Tank für 4000 Liter Wasser verfügen. Ursprünglich war nur ein 3000-Liter-Tank vorgesehen. Dopichaj freut sich auf die neuen Fahrzeuge.

Die „Vielfalt der Tätigkeit“ ist es, die für den Vater von zwei Kindern das Besondere an diesem Job ausmacht. „Jeder Einsatz ist eine neue Herausforderung“, so Dopichaj. „Am schwersten ist es immer zu verkraften, wenn man alles getan hat und doch Menschenleben zu beklagen sind. Mit der neuen Technik werden wir in jedem Fall noch leistungsfähiger sein“, ist der Feuerwehrmann überzeugt.

Jährlich 300 Einsätze wegen Fehlalarms

62 Angehörige – darunter eine Frau – zählt die Stralsunder Berufsfeuerwehr.

300 Mal im Jahr rücken die Feuerwehrleute aufgrund eines Fehlalarms aus.

17 Fahrzeuge – vom Kommandowagen bis zur Drehleiter – gehören der Berufsfeuerwehr. Über weitere sechs Autos verfügt die Freiwillige Feuerwehr.

30 Meter hoch ist die Drehleiter, hundertprozentig von der Stadt finanziert.

2015 hat die Feuerwehr bereits den Antrag für die beiden neuen Löschfahrzeuge gestellt. Nun können sie gebaut werden.

Marlies Walther

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