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Formel 1 im Miniformat kommt in Fahrt

Stralsund Formel 1 im Miniformat kommt in Fahrt

Nach dem Rennwagen bauen die Goethe-Gymnasiasten jetzt eine Zeitmessanlage und eine Teststrecke.

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Zum Basteln nutzen die Gymnasiasten Räume im Maritimen Zentrum in der Frankenvorstadt. Fotos (2): Nicole Arndt

Stralsund. Schüler konstruieren Rennautos. Das charakterisiert den Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“, an dem zwei Gruppen vom Stralsunder Goethe-Gymnasium teilnehmen. Das internationale Projekt, das es bereits seit 1999 gibt, motiviert Mädchen und Jungen an Schulen in über 40 Ländern, einen Mini-Flitzer zu bauen. Schüler im Alter von elf bis 19 Jahren können an diesem außergewöhnlichen Technologiewettstreit teilnehmen.

Doch es geht nicht nur um die Konstruktion des etwa 20 Zentimeter großen Wagens. Zu den Aufgaben gehören ebenso die Sponsorensuche, das Aufstellen eines Finanzierungsplans, das Entwerfen des Designs oder eines Portfolios mit anschließender Präsentation. Diese Vielseitigkeit in den Bereichen Handwerk, Technik, Maschinenbau, Betriebswirtschaftslehre und Marketing ermöglicht es den Schülern bereits in der 7. Klasse, etwas zu lernen, was sie möglicherweise irgendwann einmal in ihrer Zukunft brauchen. Maximilian Kajahn ist Teamleiter der Gruppe „Partey“ vom Goethe-Gymnasium. „Mir hat das Aufstellen eines Finanzierungsplanes viel Spaß gemacht“ sagt er. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Sachen, die ich dabei gelernt habe, später für mich wichtig sind.“

Für das Goethe-Gymnasium ist es bereits die zweite Teilnahme. Die Idee nach einer fünfjährigen Pause wieder am Wettbewerb teilzunehmen kommt durch die Mint-Klassen, die sich von anderen Klassen durch ihre naturwissenschaftlich-technische Spezialisierung abgrenzen.

Der Regionalwettbewerb, der in Greifswald stattfand, fiel zwar mit dem 8. und 10. Platz für die Stralsunder nicht rosig aus, dennoch sind die Schüler nicht enttäuscht. „Es hat uns allen viel Spaß

gemacht, einfach nur teilzunehmen. Wir wollen natürlich besser werden und fangen jetzt schon mit den Vorbereitungen für den Wettkampf im nächsten Schuljahr an“, sagt der 13-jährige Maximilian.

Durch ihre Erfahrungen, die sie beim diesjährigen Wettbewerb sammeln konnten, sind sie gut vorbereitet auf eine nächste Runde. Bei dem regionalen Wettkampf lernten die Mädchen und Jungs zudem viel von anderen Gruppen und holten sich wertvolle Tipps.

„Am Anfang gab es großen Andrang, viele wollten mitmachen, wodurch das Arbeiten im Team schwierig wurde. Doch als sich die Mitglieder aufeinander eingespielt hatten, lief die Zusammenarbeit in jedem Bereich spitze“, erzählt Maximilian weiter. Die zuständigen Lehrer Reinhard Lembke und Matthias Rose bemerken zudem, wie die Schüler sich durch „Formel 1 in der Schule“ weiterentwickeln. „Die Gymnasiasten haben einen richtigen Sprung gemacht. Sie treten nun viel selbstbewusster auf, das kam vor allem bei der Präsentation vor Publikum zum Ausdruck“, betont Matthias Rose.

Insgesamt gibt es in dem Projekt drei unterschiedliche Abteilungen. Neben dem Rennwagen-Team entwickelt eine Truppe eine eigene Zeitmessanlage, eine Schüler-Eltern-Gruppe ist gerade dabei, eine eigene Rennbahn zu bauen. Der Gedanke dazu kommt nicht ohne Grund. Reinhard Lembke: „Die Teams, die beim Wettbewerb in diesem Jahr auf den ersten Rängen gelandet sind, hatten eine eigene Teststrecke.

Das wollen wir im nächsten Jahr auch.“

Die Rennbahn, die noch dieses Schuljahr fertig gestellt werden soll, muss jedoch auch finanziert werden. Unterstützer wie das Maritime Zentrum oder die Fachhochschule Stralsund stehen den Teams dabei tatkräftig zur Seite. Die Bahn soll außerdem anderen Schulen aus Stralsund die Möglichkeit bieten, am Projekt teilzunehmen und ihre Rennwagen zu testen.

 



Nicole Arndt

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