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Freizeit-Piraten am Beil unschlagbar

Stralsund Freizeit-Piraten am Beil unschlagbar

Bei den Hafentagen sammelte Haiko „Hauklotz“ mit Geschick Spenden für die „Gorch Fock“ / Große Segler, ein prächtiges Feuerwerk und ordentlich Rummel sorgten für ein buntes Fest an der Kaikante

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Segelschiffe, wie die „Atalanta“, aber auch das Schulschiff „Greif“ und natürlich die „Gorch Fock“ waren für die Besucher der diesjährigen Stralsunder Hafentage die Hingucker im Stadthafen.

Quelle: Fotos: Christian Rödel

Stralsund. Da staunte der Dresdener Rüdiger Korff, als der Zimkendorfer Pirat Haiko Sengebusch am Freitagabend vor der „Gorch Fock“ mit einem Axthieb einen Nagel tief in einem Holzklotz versenkte – mit der hauchdünnen, scharfen Seite der Axt, versteht sich. „Mit der stumpfen Seite wäre ja zu leicht“, sagt Pirat Haiko lachend.

OZ-Bild

Bei den Hafentagen sammelte Haiko „Hauklotz“ mit Geschick Spenden für die „Gorch Fock“ / Große Segler, ein prächtiges Feuerwerk und ordentlich Rummel sorgten für ein buntes Fest an der Kaikante

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Der Ehrgeiz des 42-jährigen Sachsen aus Elb-Florenz war geweckt. Frei nach dem Motto: „Was dieser Fischkopp kann, krieg ich auch hin“, ließ er sich das Beil reichen. Weit gefehlt! Freizeit-Seeräuber Haiko „Hauklotz“, wie ihn seine Freunde nennen, war stets präziser und besiegte den Sachsen.

„Wir haben heute mit diesem spaßigen Wettbewerb schon ein schönes Spendensümmchen für den Erhalt der ’Gorch Fock’ eingenommen", erklärte Haiko Sengebusch, dessen unermüdliches Engagement für den „Weißen Schwan“ bemerkenswert ist. Jeder Mitspieler, der gegen den professionellen „Hauklotz“ verlor, musste etwas in die Spendenbüchse tun.

Rüdiger Korff war ein guter Verlierer, ließ sich nicht lumpen und steckte einen Zwanzig-Euro-Schein in die Büchse. „Wir machen mit Freunden ein verlängertes Wochenende an der Ostsee und sind eben von einer tollen Hiddensee-Tagestour zurück gekehrt, um uns bei den Hafentagen noch einen schönen Abend zu machen“, so der Dresdener. Er hatte zuvor noch zu Hause angerufen und gehört, dass es im Südosten ohne Ende regnete. „Wenn wir Sachsen Urlaub an der Küste machen, muss einfach die Sonne scheinen.“

Mit dem Wetter hatten die Besucher der Hafentage kein Problem. Es war einfach bombastisch. Beste Bedingungen auch für die Zuschauer des nächtlichen Feuerwerks am Freitag, das leider, wie schon im Vorjahr, mit einiger Verspätung gezündet wurde. Auf dem Strelasund bestaunten viele Segler und die Bordgäste eines Raddampfers die Pyrotechnik-Show von der Seeseite aus. Kurz vor Beginn des Feuerwerks hatten Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) offiziell die Stralsunder Hafentage eröffnet.

Am Samstagnachmittag verfolgten viele Zuschauer noch die Rettungsübung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die gemeinsam mit Soldaten der dänischen Heimwehr den berühmten „Mann über Bord“ aus dem Hafenbecken fischten. Einige Besucher waren etwas enttäuscht, weil keine Rettungshubschrauber wie in den Jahren zuvor zum Einsatz kamen.

Besuchermagnet war am Hafenkai das Segelschulschiff „Greif“. Nach der Devise „Hand für Koje“ tat die 27-jährige Schiffbau-Ingenieurin Julia Böhme an Bord der Schonerbrigg ihren Dienst und führte viele interessierte Besucher über und unter Deck. „Wir fahren in der kommenden Woche in unseren Greifswalder Heimathafen und werden bei der Rostocker Hansesail natürlich wieder dabei sein“, erzählt die aus Chemnitz stammende Ingenieurin, deren Arbeitsplatz heute die Warnow-Werft ist. Als einzige Frau an Bord des Mehrzwecklandungsbootes „Lachs“ aus Eckernförde kam Kapitänleutnant Katja Köppe nach Stralsund. „Unser Schiff hat schon 50 Dienstjahre auf dem Buckel, und es fährt als eines von zwei verbliebenen Landungsbooten der amphibischen Gruppe, die einst 22 hatte, immer noch", meinte die 33-jährige Marinefrau nicht ohne Stolz. Neben der „Lachs“ liegt die baugleiche „Schlei“ im Heimathafen Eckernförde, von wo die Boote ihre Einsätze starten.

Christian Rödel

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