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Stralsund Frieden ist anstrengend und fängt im Privaten an
Vorpommern Stralsund Frieden ist anstrengend und fängt im Privaten an
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00:00 08.06.2016
Beim Friedensgebet in St. Marien richteten die Teilnehmer auch den Blick auf Naturkatastrophen. Quelle: Christian Rödel

An die Zeit vor dem politischen Umbruch des Herbstes 1989 erinnerte Pastor Christoph Lehnert beim ökumenischen Friedensgebet am Montagabend in der Marienkirche.

In den Mittelpunkt rückte er den Satz: „Herr, gib uns Deinen Frieden“. Lehnert sagte: „Wir hielten Frieden mit denen, die uns kritisch beäugt haben.“ Und weiter hieß es in der Ansprache des Pastors:

„Frieden ist anstrengend, und selbst Familien liegen im Streit, der oftmals sogar friedlos geführt wird.“ Was der Geistliche den Besuchern offensichtlich deutlich machen wollte, ist, dass der Frieden im privaten Bereich beginnt. Wie soll auch sonst der große Frieden unter den Völkern des gesamten Planeten funktionieren? Den großen Bogen schlug Lehnert mit Blick auf die Situation der Flüchtlinge.

Zunehmend seien es aber auch Umweltkatastrophen, die Menschen zwingen, aus ihrer Heimat zu flüchten. Die Umweltkatastrophen sind auch in unserem Land zu spüren, wenn man derzeit in den Süden der Republik schaut. Dort sind viele Existenzen durch das Hochwasser bedroht. Mit den zerstörten Häusern werden zudem viele unwiederbringliche Erinnerungen weggespült.

Martina Steinfurth von der katholischen Gemeinde zitierte den Spruch: „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ und ergänzte: „Geteiltes Leid ist auch halbes Leid“. Der evangelische Mit-Organisator Thomas Nitz erinnerte daran, dass in Deutschland über Versicherungen Konsequenzen aus Naturkatastrophen zumindest finanziell abgemildert werden können – im Gegensatz zu den ärmsten Regionen dieser Welt.

Christian Rödel

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