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Stralsund Frische Ideen dringend gesucht

Nur wenige Startups im Stralsunder Innovations- und Gründerzentrum / Dennoch erstmals schwarze Zahlen / Grüne fordern neues Konzept

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Das Innovations- und Gründerzentrum im Stralsunder Stadtteil Knieper Nord.

Stralsund. Das Stralsunder Innovations- und Gründerzentrum (SIG) im Stadtteil Knieper Nord hat sich bislang nicht zu der erhofften Ideenschmiede entwickelt. Nur etwa die Hälfte der dort untergebrachten Firmen sind Neugründungen oder haben innovative Ideen als Geschäftsgrundlage. Das sagte der Geschäftsführer und städtische Wirtschaftsförderer Peter Fürst während eines Besuchs der Bürgerschaftsfraktion der Grünen am Dienstag.

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Nur wenige Startups im Stralsunder Innovations- und Gründerzentrum / Dennoch erstmals schwarze Zahlen / Grüne fordern neues Konzept

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Um das Haus voll zu kriegen, wurden Räumlichkeiten auch an andere Firmen vermietet, wie zum Beispiel Versicherungen oder Zeitarbeitsfirmen. „Die Gründung neuer Startups von Studenten der benachbarten Hochschule Stralsund sowie von Instituten durch Professoren ist nicht in dem Maße eingetreten, wie wir uns das gewünscht haben“, sagte Peter Fürst.

Dennoch sieht er das Gründerzentrum auf dem richtigen Weg. Im vergangenen Jahr sei es erstmals seit der Eröffnung 1998 gelungen, eine schwarze Null zu erwirtschaften. Erreicht wurde dies demnach durch Einsparungen bei den Personalkosten und eine höhere Auslastung bei der Vermietung der Büros – eben auch an gewöhnliche Firmen. Derzeit sind 93 Prozent der Büroflächen vergeben. In den vergangenen Jahren waren es um die 75 Prozent.

Die Hansestadt Stralsund ist alleiniger Gesellschafter des Gründerzentrums. Bislang wurde stets ein jährliches Minus von 20000 bis 30000 Euro verbucht. Das ging allerdings nicht auf Kosten des städtischen Haushalts, sondern wurde mit dem Eigenkapital des Gründerzentrums finanziert.

Claudia Müller von den Grünen fordert nun einen neuen Plan für das Gebäude. „Um innovative Gründer anzulocken, braucht das SIG selbst ein innovatives Konzept. Die Geschäftsführung, die Stadt und die Bürgerschaft sollten sich bereits jetzt Gedanken über die Zukunft des Gründerzentrums machen, um frühzeitig die Weichen für die Zeit nach Auslaufen der Fördermittelbindung zu stellen. Die schwarze Null allein ist kein Konzept.“ Das Haus wurde zu 90 Prozent mit öffentlichen Geldern gefördert, weswegen es bis 2023 für keinen anderen Zweck verwendet werden darf. Über die Zeit danach kann jedoch diskutiert werden.

Junge Unternehmer bekommen im SIG viel Starthilfe. So besteht die Möglichkeit einer Staffelmiete. Firmen, die noch in den Kinderschuhen stecken, können sich dann Stück für Stück an die volle Miete herantasten. Die Verträge können zudem kurzfristig gekündigt werden, es gibt also keine jahrelange Bindung wie mancherorts üblich. Gerät ein Betrieb in wirtschaftliche Schwierigkeiten, besteht zudem die Möglichkeit, die Miete vorübergehend abzusenken. Diese erleichterten Bedingungen gelten allerdings nur für Startups. Alle anderen Mieter bekommen Verträge zu ortsüblichen Konditionen, wie Peter Fürst betonte.

Erfolgreiche Startups

Die GWA Hygiene GmbH ist eines der Vorzeigeunternehmen im Innovations- und Gründerzentrum. Ins Leben gerufen wurde die Firma von drei Absolventen der Hochschule Stralsund, die ein System zur Überwachung der Händedesinfektion, zum Beispiel in Kliniken, entwickelten.

Appfox sitzt ebenfalls im SIG und hat sich auf die Entwicklung von Smartphone-Programmen und die

Erstellung von Internetseiten spezialisiert.

Alexander Müller

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