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Frühere Allende-Schule wird erneuert

Stralsund Frühere Allende-Schule wird erneuert

Entscheidung über Erweiterung des Schulzentrums verschoben / OB weist Versäumnisse bei der Planung zurück

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Es ist nicht lange her, da waren viele Standorte wegen schrumpfender Schülerzahlen bedroht.“OB Alexander Badrow

Stralsund. Die Hermann-Burmeister-Schule wird erweitert, um das Problem fehlender Unterrichtsräume in Stralsund zu lösen. Zu diesem Zweck wird die stillgelegte Allende-Schule direkt daneben erneuert. Das hat die Bürgerschaft auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend entschieden. Damit hat sich die Stadtverwaltung mit der von ihr favorisierten Lösung durchgesetzt. Maßgeblich dafür waren die Stimmen von CDU und den „Bürgern für Stralsund“. Die Burmeister-Schule ist gleichzeitig Grundschule und Regionale Schule. Die Grundschüler können nach der Erweiterung auf das erneuerte Nachbargebäude ausweichen und so Platz für die fünften bis zehnten Klassen schaffen.

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Entscheidung über Erweiterung des Schulzentrums verschoben / OB weist Versäumnisse bei der Planung zurück

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Die ebenfalls von vielen Bewohnern geforderte Erweiterung des Schulzentrums am Sund ist damit aber nicht vom Tisch. Die Fraktionen haben sich darauf geeinigt, im zuständigen Fachausschuss zu beraten, wie auch dieses Projekt umgesetzt werden kann. Zuvor hatten sowohl die CDU als auch SPD, Grüne und Linke diesbezüglich Anträge mit ähnlicher Zielrichtung gestellt. Sie alle plädierten dafür, mittelfristig auch das Schulzentrum auszubauen, konnten sich aber nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen.

Die Entscheidung wurde von einer munteren Debatte begleitet, in der auch der Landtagswahlkampf bereits seine Schatten vorauswarf. Christin von Allwörden (CDU) betonte, dass es nicht möglich sei, alle Schulen auf einmal zu sanieren. Man müsse einen Schritt nach dem anderen tun. „Wir haben im Vorfeld mit den betroffenen Schulelternräten gesprochen. Deren Sorgen basieren größtenteils auf Unkenntnis über die praktische Umsetzung von Schulsanierung und -erweiterung“, sagte sie. Ute Bartel (SPD) redete sich daraufhin regelrecht in Rage: „Wie Frau von Allwörden hier argumentiert, dazu sage ich lieber nichts, sonst müsste ich ausfallend werden.“ Man habe sich fraktionsübergreifend intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. „Die Probleme der Burmeister-Schule, des Schulzentrums und der Grundschule Andershof müssen zusammen gelöst werden“, sagte Bartel.

OB Alexander Badrow (CDU) wies den Vorwurf der Grünen zurück, es in den vergangenen Jahren versäumt zu haben, rechtzeitig für ausreichend Kapazitäten an den Stralsunder Schulen zu sorgen. „Es ist noch nicht lange her, da waren viele Standorte aufgrund schrumpfender Schülerzahlen von der Schließung bedroht. Wir haben uns dennoch für diese Standorte eingesetzt, trotz anderslautender Vorgaben des Bildungsministeriums“, sagte Badrow. Mehrere Eltern und Schüler aus Andershof haben die Diskussion mit Plakaten und Protest-Shirts begleitet. Die Stadtverwaltung will, dass ihre Kinder künftig nicht mehr am Schulzentrum lernen, sondern auf die bald erweiterte Burmeister-Schule gehen. Aus Sicht der Eltern ist der Schulweg aber zu weit und zu gefährlich. Über die Entscheidung der Bürgerschaft sind sie deswegen nicht glücklich, wollen sich aber auch nicht unterkriegen lassen. „Wir haben mit unseren Aktionen erreicht, dass noch mal über die Erweiterung aller Schulstandorte nachgedacht wird“, sagte Sandra Huber, Mutter aus Andershof. Sie fordert weiterhin ihr Recht auf freie Schulwahl ein. „Ich will, dass mein Sohn an das Schulzentrum gehen kann.“

Ob sich dieser Wunsch erfüllt, ist fraglich. Die CDU hat immerhin angekündigt, sich für einen direkten Schulbus von Andershof zur Burmeister-Schule einzusetzen.

Alexander Müller

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