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Stralsund Frühjahrsputz in Sonnenblumen-City
Vorpommern Stralsund Frühjahrsputz in Sonnenblumen-City
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00:05 10.05.2017
Auch das Fahrradputzen ist eine wichtige Arbeit in Sonnenblumen-City. Zur Belohnung bekommen die Schüler zwei Sonnenscheine, für die man dann ins Café oder Kino gehen darf. Quelle: Foto: Wenke Büssow-Krämer

Franzburg. Die besten Jobs sind auch in der Sonnenblumen-City schnell vergeben. So wie gestern stellen sich auch heute wieder die Jungen und Mädchen in der Franzburger Sonnenblumenschule – einer Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – an, um nach Arbeit in der Gärtnerei, im Café oder in der Fahrradwerkstatt zu bitten.

Über zwei Tage läuft das Projekt Sonnenblumen-City, das Diana Tanschus vor zwölf Jahren ins Leben rief. „Wir haben unseren Frühjahrsputz hier spielerisch verpackt, und die Kinder haben so viel Freude dabei“, sagt die Lehrerin. So werden nicht nur die Fahrräder und Blumenrabatten frühlingsfit gemacht. Die beiden Tage werden auch dazu genutzt, die neuen Bänke und den Sandkasten zu installieren, die der Schulförderverein ermöglicht hat.

Nach der halbstündigen Beschäftigung im Hausmeisterservice, in der Küche oder der Reinigung, holen sich die Schüler dann ihren Verdienst in Sonnenscheinen bei der Bank ab. „Damit können sie dann ins Kino oder ins Café gehen und sich dort bedienen lassen“, erklärt Diana Tanschus. Ein Kinoticket für den Film nach Wahl kostet dann zwei Sonnenscheine. Wer besonders fleißig war und noch einen Sonnenschein übrig hat, kann sich auch standesgemäß eine Tüte Popcorn dazu leisten.

Johannes hat sich freiwillig im Pressebüro gemeldet. „Ich war auch schon beim Straßen- und Wegedienst, aber fotografieren macht mehr Spaß“, sagt der 18-Jährige. Dabei ist es in der Sonnenblumen-City allerdings selbstverständlich, dass die härteren Jobs auch besser bezahlt werden.

Die Schulleiterin lässt sich an diesen Tagen natürlich mit Bürgermeisterin ansprechen. „Für Schüler und Erwachsene ist es ein angenehmer Tag ohne Druck“, erzählt Annegret Wegener. „Die Kinder sind immer wieder begeistert und fragen lange im Vorfeld, wann es wieder so weit ist. Die Schule selbst sauber halten, gestalten und verändern, wird dann auch mehr geachtet. Dabei wird hier nichts als Pflichtprogramm empfunden“, so die Schulleiterin gestern gegenüber der OZ. Wenke Büssow-Krämer

OZ

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