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Stralsund Führungswechsel in kleinster Gemeindes des Kreises
Vorpommern Stralsund Führungswechsel in kleinster Gemeindes des Kreises
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07:30 13.10.2017
Hugoldsdorf ist die kleinste und jüngste Gemeinde Vorpommern-Rügens. Quelle: Wenke Büssow-Krämer und Ines Sommer
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Hugoldsdorf

Der parteilose Daniel Triebel ist neuer Bürgermeister der kleinsten Kommune in Vorpommern-Rügen. Am Montag sprach er den Eid und ist nun amtliches Gemeindeoberhaupt von Hugoldsdorf.

Damit tritt der junge Mann die Nachfolge von Sigrid Borngräber (CDU) an, die demnächst von Rönkendorf nach Greifswald zieht und deshalb den Bürgermeisterstuhl räumt.

„Ich war gerne Bürgermeisterin. Auch wenn einem die leere Kasse Sorgen gemacht hat. Aber wir haben trotzdem immer versucht, das Beste draus zu machen“, so Sigrid Borngräber. 2003 kauften sie und ihr Mann das Gutshaus in Rönkendorf, sanierten es bis 2007 und kamen schließlich 2008 ins beschauliche Rönkendorf.

Schon ein Jahr später zog die ehemalige Grundschullehrerin ins Gemeindeparlament ein, wurde Vize-Bürgermeisterin. Erst als Peter Richter (CDU) vor zwei Jahren zurücktrat, nahm Sigrid Borngräber, die viele Jahre in der Nähe von Düsseldorf gewohnt und gearbeitet hat, auf dem Chefsessel Platz. Und es wurde gleich ziemlich aufregend, denn das Thema Windpark teilte die Gemeinde in zwei Fronten: Die Befürworter, die auf Steuereinnahmen und damit auf ein besseres Auskommen der Kommune hofften. Und die Gegner, die vor den gesundheitlichen Risiken warnten und bezweifelten, dass die Steuern hierher fließen.

Jetzt hat Daniel Triebel übernommen. Der Bio-Landwirt war bereits als Abgeordneter und Vize-Bürgermeister aktiv. Deshalb hat er sich auch zur Wahl gestellt – und rund 60 Prozent der Hugoldsdorfer honorierten das mit ihrer Ja-Stimme.

„Die Umlagen sind so hoch, ich weiß, dass es schwer wird. Aber wir haben den Willen, uns frei zu strampeln.“ Und das macht Daniel Triebel nicht nur am Geld fest. „Wir haben Leute, die gern hier bauen wollen, doch dann redet man von Außenbereich und macht uns einen Strich durch die Rechnung. Hier könnte die Politik ansetzen.“ Und man müsse „oben“ auch endlich mal verstehen, dass jede Gemeinde anders ist – und jede ihre Daseinsberechtigung hat. Fusion alleine bringe gar nichts.

Ines Sommer

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