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Fünf Millionen Euro für neue Radwege

Stralsund Fünf Millionen Euro für neue Radwege

Stralsunds Stadtverwaltung legt Klimakonzept vor / Bewohner sollen Auto häufiger stehen lassen

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Im Juni 2015 hatten mehrere Stralsunder bei einer Veranstaltung im Rathaus an dem neuen Radwegekonzept mitgearbeitet.

Quelle: Foto: Alexander Müller

Stralsund. Die Stralsunder Stadtverwaltung will in den nächsten Jahren mehr als fünf Millionen Euro für die Erneuerung der Radwege in der Hansestadt ausgeben. Das geht aus dem neuen Klimaschutzkonzept „Klimafreundliche Mobilität – Stralsund steigt um“ hervor. Morgen befasst sich erstmals der städtische Bauausschuss mit dem Papier.

OZ-Bild

Stralsunds Stadtverwaltung legt Klimakonzept vor / Bewohner sollen Auto häufiger stehen lassen

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Fahrradstraßen

So bezeichnete Wege

sind Fahrrädern vorbehalten. Fahrzeuge dürfen sie nur dort benutzen, wo es durch Schilder angezeigt ist. Häufig wird so der Verkehr nur für Anlieger oder nur in einer Richtung zugelassen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt.

Am 19. Januar soll sich die Bürgerschaft damit beschäftigen.

Einige Maßnahmen daraus wurden bereits 2016 vorbereitet und sollen in diesem Jahr umgesetzt werden. So sollen in der Altstadt neue Fahrradständer installiert werden, um mehr Möglichkeiten zum Abstellen der Räder zu schaffen. Außerdem sollen mehrere Radwege ausgebaut werden: Zum einen auf dem Grünhufer Bogen zwischen Zoo und Birkenweg, zum anderen auf dem Küterdamm zwischen Jungfernstieg und den Weißen Brücken. Auf dem Knieperwall soll ein sogenannter Angebotsstreifen markiert werden. In der Karl-Marx-Straße ist die Markierung eines Radfahrstreifens geplant. Der Schutzstreifen im Carl-Heydemann-Ring soll in der Feldstraße bis zur Straße Tribseer Wiesen verlängert werden.

Das vorliegende Klimakonzept wurde seit 2015 von einem Dresdener Ingenieurbüro in Zusammenarbeit mit den Behörden der Hansestadt entwickelt. Ziel ist es, nicht nur die Infrastruktur zu verbessern, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Durch die Maßnahmen sollen Stralsunder und Besucher dazu motiviert werden, innerhalb der Stadt häufiger das Auto stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Nur unter dieser Voraussetzung ist es möglich, ausreichend Fördergelder für die konkreten Baumaßnahmen zu bekommen. Bereits im Juni 2015 gab es dazu eine öffentliche Veranstaltung im Rathaus, bei der Bewohner Vorschläge zur Verbesserung des Radwegenetzes einbringen konnten.

Die in den nächsten Jahren geplanten Maßnahmen im Straßenhauptnetz Stralsunds (siehe Karte) sind für vergleichsweise geringes Geld zu haben. So kosten die Radstreifen in den beiden Abschnitten auf dem Carl-Heydemann-Ring jeweils nicht mehr als 15000 Euro.

Deutlich teurer wird die Verbesserung des Nebennetzes. Auf diesen Strecken sind zwar grundsätzlich keine gesonderten Radwege vorgesehen, dennoch sollte der Zustand so gut sein, dass das Fahren auf der Straße bequem möglich ist. Zu diesen Routen gehört beispielsweise die Verbindung von der Hochschulallee über die Große Parower Straße, die Sarnowstraße und den Olaf-Palme-Platz bis zur Altstadt.

Diese Route zur Hochschule Stralsund und zum Berufsförderungswerk wird täglich von Schülern, Studenten und Auszubildenden genutzt. Im Konzept wird vorgeschlagen, die Fahrbahnen der Großen Parower Straße und der Sarnowstraße zu verbessern. Letztere könnte auch zum Teil zu einer Fahrradstraße erklärt werden (siehe Infokasten). Die Kosten für alles würden sich auf 782000 Euro belaufen.

Ähnliche Vorschläge gibt es zum Beispiel für die „Ost-West-Achse“ zwischen Knieper-West und Altstadt über die Hainholzstraße (980000 Euro) und für die „Süd-Nord-Achse“ von der Greifswalder Chaussee über Bahnweg und Jungfernstieg zur Sundpromenade (eine Million Euro).

Alexander Müller

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