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Furioser Auftakt zum sechsten Baltischen Winter

Stralsund Furioser Auftakt zum sechsten Baltischen Winter

In St. Annen und Brigitten brillierten zwei junge Ausnahmetalente der Rostocker Hochschule für Musik und Theater

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Martin Wiegel (Klavier) und Anne-Kristin Grimm (Violine) sorgten für einen furiosen Konzertauftakt zur 6. Auflage des Baltischen Winters unter dem organisatorischen Dach der Stralsunder Brahmsgesellschaft.

Quelle: Foto: Christian Rödel

Stralsund. Die grassierende Grippewelle nimmt leider auch auf junge talentierte Klassik-Instrumentalisten keine Rücksicht, und so musste der erste Vorsitzende der Stralsunder Brahmsgesellschaft, Christoph Meier, den Gästen zur Eröffnung des Baltischen Winters am frühen Mittwochabend in der Kapelle von St. Annen und Brigitten einen Wermutstropfen einschenken.

„Das Trio Strelitzia kann heute bedauerlicherweise sein Kammerkonzert nicht spielen, weil Cellistin Nina Behrends durch Krankheit kurzfristig ausgefallen ist", so Meier. Doch dann kündigte er an, dass Anne-Kristin Grimm (Violine) und Martin Wiegel (Klavier) vom Trio Strelitzia als Solisten auftreten werden.

Das Programm wurde spontan umgestellt und die Änderung hielt vollwertigen Hörgenuss bereit. Dieser erstreckte sich klanglich von den Musikepochen des Barock bis hin zum Impressionismus. Mit Johann Sebastian Bachs Sonate II a-moll für Violine solo gelang Anne-Kristin Grimm ein fulminanter konzertanter Einstieg. Das Publikum feierte wenig später die 21-jährige Studentin von der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT).

Die in Kirchdorf bei Greifswald aufgewachsene Anne-Kristin Grimm begann mit fünf Jahren Violine zu spielen. Zunächst war sie als junges Mädchen acht Jahre Schülerin der Stralsunder Musikschule, bevor sie als Ausnahmetalent an der Rostocker HMT zum Studium angenommen wurde.

Der aus Bonn stammende HMT-Student und Pianist Martin Wiegel war zweiter Solist des Abends. Er betörte mit einer feinfühligen Interpretation von Beethovens Klaviersonate op. 31 Nr.1 G-Dur das Auditorium in dem kleinen Gotteshaus auf dem Innenhof des Ordnungsamtes.

Nach der Pause wurde das Konzertprogramm mit Werken von Johannes Brahms und Franz Liszt fortgesetzt. Das nächste Konzert des 6. Baltischen Winters gibt es am 16. Februar, 18 Uhr, an gleicher Stelle. Dann stellen Masterstudentinnen der weltbekannten Sibelius-Akademie Helsinki ihr Können unter Beweis. Christian Rödel

OZ

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