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Stralsund Ganz Greifswald streitet um drei Linden
Vorpommern Stralsund Ganz Greifswald streitet um drei Linden
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00:00 06.06.2016

Ein Streit um drei Linden an der Kaikante des Museumshafens beschäftigt Greifswald: Die Grünen in der Bürgerschaft stellen sich hinter Raphael Rodrigo, der seine Bäume gern behalten möchte. Rodrigo betreibt dort das Restaurant-Schiff „Pomeria“.

„Ich verstehe nicht, warum die Linden nicht in den Museumshafen integriert werden können – jetzt, da das Areal neu gestaltet wird“, sagt Alexander Krüger. Der Fraktionschef der Grünen greift damit einen Vorschlag Rodrigos auf, die Bäume aus den Töpfen in die vorbereiteten Pflanzlöcher zu setzen. Die Verwaltung müsse mal genauer erklären, was eigentlich dagegen spreche, fordert Krüger.

Die Stadt indes hatte Rodrigo eine klare Absage erteilt: Sie forderte ihn auf, die vor zehn Jahren in Kübeln gepflanzten und lange geduldeten Bäume zu entfernen. Begründung: Von den mittlerweile sechs bis sieben Meter hohen Linden gehe für Passanten eine reale Gefahr aus. Außerdem widersprächen sie dem einst von der Bürgerschaft beschlossenen Gestaltungskonzept für das Hafenareal.

Axel Hochschild, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bürgerschaft, kann einen Verbleib deshalb nicht befürworten: „Wir haben ein Gestaltungskonzept für den Museumshafen. Die Planer haben sich dabei etwas gedacht. Jetzt zurückzurudern finde ich nicht richtig“, sagt er. Einig ist er sich mit Krüger jedoch darin, dass die Holzkübel einen unschönen Eindruck vermitteln. Hochschild: „Die Kübel sind unten total vergammelt, werden demnächst mit Sicherheit zum Problem. Hier ist also Gefahr im Verzug.“ Deshalb verstehe er auch nicht, dass Rodrigo das Angebot der Stadt zum kostenlosen Abtransport der Linden an einen anderen Ort ausgeschlagen habe. Im Zweifelsfall entferne die Stadt die Linden aus Sicherheitsgründen „und schickt ihm dann die Rechnung“, unkt der CDU-Chef.

Um dem Gastwirt entgegenzukommen, bot die Stadt schon vor Monaten an, die Bäume auf städtische Kosten abzuholen und am Neuen Friedhof einzupflanzen. Doch der Gastwirt ging darauf nicht ein, will die grünen Schattenspender auf alle Fälle behalten. Unterstützung bekommt er dabei von Gaststättenbesuchern, die sich zu Hunderten per Unterschrift für den Erhalt der Linden stark machen.

Auch Bauausschussvorsitzende Monique Wölk (SPD) setzte ihre Unterschrift auf die Liste – was CDU- Fraktionschef Hochschild wiederum sehr befremdlich findet, schließlich müsse sie doch die einst gefassten Beschlüsse mittragen. Ob die immer noch Konsens sind, wird sich zeigen: Wölk hob das Streitthema jetzt auf die Tagesordnung der nächsten Bauausschusssitzung.

In der Zwischenzeit mehren sich Ideen für den Verbleib der drei Bäume. Heino Förste, stellvertretender Ortsratsvorsitzender von Wieck/Ladebow, schlägt vor, die drei Linden „zwischen Ladebow und Wieck zu pflanzen, um die mit der Dorfsanierung Wieck begonnene Lindenreihe in Richtung Parkplatz Ladebow zu komplettieren.“

„Keine schlechte Idee. Dafür könnte ich mich durchaus erwärmen“, reagiert Rodrigo. Allerdings nur, stellt er klar, wenn er mit dem Erhalt an Ort und Stelle scheitere.

Helma Weidemann, Ex-Mitglied der Innenstadt-Vertretung, kommt mit einem ganz anderen Vorschlag: Als Bewohnerin der Knopfstraße plädiert sie dafür, die Bäume dort zu platzieren. Petra Hase

OZ

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