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Gedächtnisverlust im Fluchtmodus

Stralsund Gedächtnisverlust im Fluchtmodus

Sie sorgen für Sicherheit in der Hansestadt, hier geben Stralsunder Polizisten Einblick in ihre Arbeit

Stralsund. Der Besuch eines Freundes in der Tribseer Vorstadt in einer kaltenOktobernacht endete für einen Stralsunder offenbar mit einer erschreckend gespenstischen Begegnung.

Tags darauf erschien er auf dem Polizeirevier und erstattete eine Anzeige gegen Unbekannt. Als er von seinem Kumpel kam und gerade sein Fahrrad abgeschlossen hatte, sei ein finsterer Typ mit Messer auf ihn zugekommen und habe Geld verlangt, hatte der 21-Jährige zu Protokoll gegeben.

Er gab auch an, dass er zunächst sein Fahrrad sichernd zwischen sich und den Messermann gestellt hatte, bevor er sich zur Flucht entschloss. Laufend habe er sein Rad in Richtung Bahnhof geschoben.

Hier hatten sich jedoch gerade die Bahnschranken geschlossen.

Wie der Fall weitergeht, weiß Heiko Lutzke. „Der Mann kroch unter den Schranken durch und lief auf der anderen Seite zwei Kollegen von der Bundespolizei in die Arme“, berichtet der Kriminalhauptmeister. Die Beamten zückten ihren Block und nahmen eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit auf, verbunden mit einem kleinen Geldbetrag.

Ob der Messermann brav die Öffnung der Schranke abgewartet hatte oder ob ihm die Puste bei der Verfolgung ausgegangen war, blieb zunächst offen. „Als Begründung, warum er unter den Schranken durchgekrochen war, fiel dem Flüchtenden zu diesem Zeitpunkt auch nicht ein, die Bundespolizisten darauf aufmerksam zu machen, dass er gerade bedroht und verfolgt worden sei“, sagt Heiko Lutzke.

Aber so etwas lässt sich ja im Rahmen einer Zeugenvernehmung durchaus aufklären. Und hier war der Anzeigenerstatter dann auch um keine Antwort verlegen. Er sei gewissermaßen noch im Fluchtmodus gewesen, so dass ihm der Messermann in diesem Moment gar nicht eingefallen sei.

Offenbar war das Geschehen vor dem Schließen der Bahnschranken aber am nächsten Morgen sofort wieder präsent. Jedoch waren da die Erinnerungen an den Verfolger schon etwas verblasst. Ein Typ mit Messer halt. „Der Zeuge konnte weder den Mann noch das Messer einigermaßen beschreiben“, sagt Heiko Lutzke. Wenig Anhaltspunkte für die Ermittler, damit einen Tatverdächtigen zu finden.

So bekommt der Staatsanwalt diesmal nur eine dünne Ermittlungsakte, aus der er seine Schlüsse ziehen muss.

Jörg Mattern

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