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Gefährlicher Schulweg: Eltern protestieren gegen Schulplanung

Stralsund Gefährlicher Schulweg: Eltern protestieren gegen Schulplanung

Andershofer Familien wollen nicht, dass ihre Kinder auf die Hermann-Burmeister-Schule gehen müssen / Sie planen Unterschriftensammlung und Fahrrad-Corso

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Der neunjährige Willi aus Andershof versucht, die viel befahrene Greifswalder Chaussee zu überqueren. Sollte er ab der 5. Klasse auf die Hermann-Burmeister-Schule gehen müssen, wäre das sein Schulweg – viel zu gefährlich, findet seine Mutter Sandra Huber.

Quelle: Alexander Müller

Stralsund. Eltern aus Andershof wehren sich gegen den Plan der Stralsunder Stadtverwaltung, dass ihre Kinder künftig nach der Grundschule nicht mehr ans Schulzentrum am Sund, sondern auf die Hermann-Burmeister-Schule gehen sollen. Aus ihrer Sicht ist der Schulweg, der über die viel befahrene Greifswalder Chaussee führen würde, zu gefährlich. Die Fahrt mit dem Bus sei zudem zu lang. „Uns die Schule vorzuschreiben, entspricht nicht der freien Schulwahl“, sagt Sandra Huber (42), deren neunjähriger Sohn Willi von der Entscheidung ab der 5. Klasse betroffen wäre.

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Andershofer Familien wollen nicht, dass ihre Kinder auf die Hermann-Burmeister-Schule gehen müssen / Sie planen Unterschriftensammlung und Fahrrad-Corso

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Auslöser für den Ärger ist, dass die Stadtverwaltung die Schullandschaft in Stralsund wegen steigender Schülerzahlen umstrukturieren muss. Sie hat daher vier Szenarien entwickelt, wie das Problem gelöst werden könnte, sich aber gleichzeitig bereits für eine Variante ausgesprochen: Die Erneuerung der früheren Allende-Schule, die direkt neben der Burmeister-Schule (Grundschule und Regionalschule) steht. Die Grundschüler könnten dann auf das erneuerte Nachbargebäude ausweichen und so Platz für die fünften bis zehnten Klassen schaffen. Die Andershofer sollen dann dort unterrichtet werden, um am Schulzentrum am Sund für Entlastung zu sorgen.

Die Andershofer Eltern wollen sich dagegen mit allen Mitteln wehren. Sie haben bereits Unterschriften gesammelt und planen für den 29. Juni einen Fahrrad-Corso auf dem Schulweg. Zudem wollen sie in der nächsten Bürgerschaft am 7. Juli mit einer Bürgerfrage auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Ihr Vorschlag: Die Orientierungsstufe, also die Klassen 5 und 6, soll künftig in der Grundschule Andershof stattfinden. Möglich wäre das, weil die Volkshochschule auszieht und so Räume frei werden.

Ab Klasse 7 soll es dann am Schulzentrum weitergehen.

Nicht nur die Andershofer Eltern haben sich in die Diskussion eingebracht, auch die Leiterinnen der betroffenen Schulen haben Position bezogen. Die Bürgerschaftsfraktion der Grünen hatte sie am Montagabend zu einer öffentlichen Fraktionssitzung eingeladen. Thekla Rossow, Grundschul-Chefin an der Burmeister-Schule, plädiert für eine Erneuerung der Allende-Schule nebenan. Derzeit seien die Räumlichkeiten so beengt, dass Schüler zum Teil auf dem Flur unterrichtet werden müssen. „Die jetzigen Bedingungen sind kaum tragbar für einen Unterricht, wie er von uns erwartet wird und wie wir ihn uns selbst wünschen“, erklärt sie.

Ähnlich sieht es Regina Landt, Leiterin des Schulzentrums, für ihre Bildungseinrichtung. Sie wünscht sich daher den Neubau eines Gebäudes auf ihrem Campus. Auch das ist ein Szenario, dass die Stadtverwaltung derzeit erwägt. „Mich ärgert besonders, dass wir die Probleme bereits vor vier Jahren angesprochen haben, aber nichts passiert ist“, sagt Regina Landt.

Angesichts dieser Schilderungen wollen sich die Grünen dafür einsetzen, beide Standorte auszubauen. Auf eine entsprechende Anfrage von Henry Wiese während der gestrigen Sitzung des städtischen Bildungsausschusses erklärte Jörn Tuttlies von der Stadtverwaltung, dass so eine Variante aus jetziger Sicht nicht finanzierbar sei.

Der Ausschuss entschied sich nach einer Besichtigung der Burmeister-Schule mit fünf zu zwei Stimmen für die Erneuerung der Allende-Schule. SPD und Grüne stimmten dagegen. Vertreter der Linken waren nicht anwesend.

Alexander Müller und Jens-Peter Woldt

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