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Stralsund Geführte Touren statt Absperrung
Vorpommern Stralsund Geführte Touren statt Absperrung
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13:54 18.10.2017
Gerit Herold

Die berühmten Kreidefelsen sind seit jeher Rügens Wahrzeichen und touristisches Aushängeschild. Für Insulaner sind sie ein Stück Heimat. Das soll nicht mehr betreten werden können? Die Kreideküste abzusperren, wird Unbeirrbare nicht davon abhalten, sich trotzdem irgendwie einen Weg dorthin zu bahnen. Es könnte sogar das Risiko erhöhen, dass es zu mehr Unglücksfällen und Rettungseinsätzen kommt. Schon jetzt werden Hinweisschilder, die Wege nicht zu verlassen, ignoriert oder sogar abgebaut und Absperrungen einfach beiseite geschoben – obwohl an den Abbruchkanten Lebensgefahr besteht.

Der Nationalpark mit der dynamischen Kreideküste sollte für die Menschen erlebbar bleiben. Der Hochuferweg zählt schließlich zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands. Es sollte zumindest mehr geführte Wanderungen und Foto-Safaris geben. Und noch mehr Aufklärung. Wer die Warnungen der Experten beachtet, setzt sich keinem Risiko aus.

Steilküste muss abgesperrt werden

Die Kreideküste muss endlich abgesperrt werden. Weder sollten Wanderer über Treppen nach unten laufen können, noch dürfte die obere Kante des Steilufers zugänglich sein.

Ich war dabei, als Helfer Weihnachten 2011 versuchten, die zehnjährige Katharina zu retten. Das Mädchen war mit Mutter und Schwester am Strand bei Kap Arkona unterwegs, als sie bei einem Hangabrutsch getötet wurde. Die Bilder von der Schlammwüste, in der die Helfer nach einem kleinen Körper suchten, sehe ich vor mir, als wäre es gestern gewesen. Die Naturgewalten an den Hängen sind unkontrollierbar – zusammen mit der Unvernunft mancher Spaziergänger ergibt das eine gefährliche Mischung. Zwei Menschen sind in diesem Jahr an der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht gestorben – das sind zwei zu viel.

Natürlich muss die Schönheit der Rügener Kreideküste weiterhin erlebbar sein. Aber nur auf gesicherten Aussichtsplattformen oder auf einem Ausflugsboot.

OZ

Das Gebiet B-Plan 64 befindet sich in der Nähe des Studentendorfes Holzhausen. Es umfasst 6,8 Hektar. Die Fläche des B-Plans 64 wird derzeit erschlossen.

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