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Stralsund Gegen Isolation und Verlassenheit
Vorpommern Stralsund Gegen Isolation und Verlassenheit
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00:05 01.03.2016
Kiss-Chefin Anke Landgraf mit ihren Mitarbeiterinnen Diana Hilgendorf und Kerstin Baumann (v.l.) vor ihrem Bürogebäude. Quelle: Christian Rödel
Mit gerade einmal vier Selbsthilfegruppen fing im Jahre 1991 alles an. Heute sind es etwa 160, die unter dem Dach der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Stralsund (Kiss) eine Anlaufstelle finden. Was damals vor 25 Jahren als Modellprojekt begonnen hat, ist mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende Institution zur Selbsthilfe-Förderung für die Hansestadt und auch den Landkreis geworden.

Treffpunkt in der Altstadt

Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen befindet sich in der Mönchstaße 17.

Telefonisch ist die Einrichtung unter der Nummer 03831/252660 erreichbar; Fax: 03831/25252661; E-mail: kiss@stralsund.de.

• www.kiss-stralsund.de

„Wir wollen den Menschen, die zu uns kommen, helfen, ihrer unfreiwilligen Isolation entgegen zu wirken und die oftmals auftretenden Verlassenheitsgefühle zu überwinden“, sagt Sozialpädagogin Anke Landgraf, unter deren Leitung die Kontakt- und Informationsstelle seit Anfang 2014 steht. „Für viele Hilfesuchende ist der erste Schritt zur Kiss immer noch mit einer hohen Hemmschwelle verbunden", so Anke Landgraf.

Mit ihren beiden Mitarbeiterinnen Kerstin Baumann und Diana Hilgendorf versteht sich die Kiss-Chefin als ein Team, das diesen unbegründeten Vorbehalten mit Kompetenz, Aufklärungsarbeit und Menschlichkeit begegnen möchte. „Wir haben eine Beraterfunktion und vermitteln die Hilfesuchenden weiter zu den richtigen Ansprechpartnern für ihre Probleme“, ergänzt Mitarbeiterin Kerstin Baumann, die seit neun Jahren in der Kontaktstelle arbeitet. Den Selbsthilfegruppen stehen in dem denkmalgeschützten Altstadtgebäude in der Mönchstraße 17 zwei komfortable Räumlichkeiten mit kleiner Küche und Toilette zur Verfügung.

Nach vorheriger Absprache können die beiden Gruppenräume sogar am Wochenende für Treffen von Selbsthilfegruppen genutzt werden. Sämtliche Nutzungen der Räume sind für die Selbsthilfegruppen komplett kostenfrei, weil die Kiss von der Hansestadt, dem Landkreis Vorpommern-Rügen, dem Land und von den Gesundheitskassen, beziehungsweise den Rentenversicherungsträgern kofinanziert wird. Da die drei Mitarbeiterinnen aus langjährigen Erfahrungen wissen, dass gerade in der Anfangsphase beim Aufbau von neuen Selbsthilfegruppen viele Unsicherheiten bestehen, sollen sogenannte In-Gang-Setzerinnen helfen.

„Das Ziel ist es, dass die Selbsthilfegruppe nach einer zeitlich begrenzten Unterstützung aus eigener Kraft weiter bestehen kann“, sagt Diana Hilgendorf, die seit dem Herbst 2014 im festen Kiss-Team mitarbeitet.

Bei der 9. Ehrenamtsmesse am 12. März im Rathauskeller und auf dem Alten Markt wird sich auch die Kiss gemeinsam mit Selbsthilfegruppen neben vielen anderen Anbietern präsentieren.

„Wir sind von Anfang an mit dabei und möchten auch in diesem Jahr wieder viele Hilfesuchende an unserem Info-Stand begrüßen“, sagt die Leiterin Anke Landgraf. Bereits jetzt bereiten die drei Mitarbeiterinnen das Jubiläum der Einrichtung vor. Das 25-jährige Bestehen soll dann am 7. September beim Gesundheits- und Selbsthilfetag auf dem Alten Markt und im Stralsunder Rathaus begangen werden.



Christian Rödel

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