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OZ-Schulnavigator in der Frankenvorstadt: Die Jona-Schule im Test Gemeinsam Neues entdecken

Freie Schule mit evangelischem Profil und reformpädagogischen Ansätzen

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Paul, Philipp, Anton, Hannes, Fiete, Matti, Konrad, Emil (hinten v.l.) und Salome (vorn links) und Mercedes basteln in der Werkstatt der Jona-Schule an Sehenswürdigkeiten in Europa. FOTOS (5): MIRIAM WEBER

Stralsund. Gemütliche Sitzecken stehen auf jeder Etage des Schulflurs, in die sich die Schüler zurückziehen können. Überall sind von den Mädchen und Jungen gefertigte Kunstobjekte ausgestellt. Große Fenster lassen Licht in das alte Schulgebäude in der Frankenvorstadt, in dem sich heute die Jona-Schule befindet. Die Christliche Gemeinschaftsschule ist in Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und die einzige freie Schule in der Hansestadt.

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Freie Schule mit evangelischem Profil und reformpädagogischen Ansätzen

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Kleine Schulgeschichte

1999 zogen die ersten Kinder in die Evangelische Grundschule, damals noch in der Wallensteinstraße, ein. Der Umzug in die Gartenstraße erfolgte 2003. Zwei Jahre später begannen die Arbeiten für einen Anbau. Mittlerweile besuchen Schüler bis zur 12. Klasse die „Jona“.

Lehrer: Fortbildung im Fachbereich

60 Lehrer unterrichten 22 Klassen. Es gibt verschiedene Weiterbildungen in den einzelnen Fachbereichen. Unter anderem nehmen die Pädagogen regelmäßig am „Lehrertag“ und am „Sprachtag“ in Rostock teil. Das sind Fortbildungen , die vom Bildungsministerium organisiert werden. Zudem wird immer wieder der Austausch mit anderen Schulen gesucht.

Förderangebote: Individuelle Hilfe

In der Zeit des eigenverantwortlichen Arbeitens (EVA) haben die Schüler die Möglichkeit, Hausaufgaben zu erledigen, Lehrer dabei um Hilfe zu bitten und Fragen zu stellen. Auch Nachhilfe oder Förderung kann in dieser Zeit erledigt werden. Für Schüler mit einer Leserechtschreibschwäche oder einer Dyskalkulie gibt es individuelle Förderungen auch in der Unterrichtszeit.

Ausstattung: Gute Bedingungen

Die Jona-Schule ist gut ausgestattet und kann unter anderem mit einer umfangreichen Bibliothek und Werkstätten punkten. Es gibt Laptops für Schüler, Computerräume, Labore und Kunst- und Musikräume.

Schließfächer sind ebenso vorhanden wie eine Schulküche, Aula, ein großzügiger Schulhof mit Grünanlagen und ein Schulgarten. Allerdings gibt es keine eigene Turnhalle.

„Trotz unseres evangelischen Profils ist es aber weder für Lehrer noch für Schüler Voraussetzung, konfessionell zu sein, um hier zu lehren oder zu lernen“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Angela Nietzsche. Doch es gibt einige Besonderheiten an der „Jona“. Dazu zählt, dass es in den ersten sechs Schuljahren keine Noten gibt. „Das bedeutet aber nicht, dass die Einschätzungen fehlen“, sagt Lehrerin Anja Barten. „Die gibt es in Gesprächen und persönlichen Einschätzungen.“ Außerdem lernen die Schüler in den Klassen eins bis neun gemeinsam, egal, welchen Schulabschluss sie letztlich anstreben. Das heißt für den Lehrer, dass er sogenanntes binnendifferenziertes Material für den Unterricht nutzt, um dem Anspruch eines jeden Schülers gerecht zu werden. An der Jona-Schule ist es möglich, die Berufsreife, die Mittlere Reife und das Abitur zu erlangen. „Dadurch, dass die Schüler von der 1. Klasse an unsere Schule besuchen, können wir das Angebot machen, dass bereits die Viertklässler in die weiterführende Schule gehen“, erklärt Anja Barten. „Ihre Orientierungsstufe ist sozusagen um ein Jahr verlängert.“

„Was unsere Schule auszeichnet, sind der Gemeinschaftssinn und die Offenheit“, sagt Angela Nietzsche, die seit zehn Jahren an der „Jona“ unterrichtet. „Sich gemeinsam auf neue Methoden einzulassen und dadurch Möglichkeiten zu entdecken, das funktioniert super.“ Das sehen im Übrigen die Schüler genauso. „Das Klima zwischen uns und den Lehrern ist einfach gut“, sagt Ole-Simon Suhr. „Das kommt auch daher, dass es viele junge Lehrer gibt“, ist der 17-Jährige überzeugt.

Eine andere Sache ist Charlie Ann Wolf wichtig: „Ich mag es, dass wir viel draußen unterwegs sind“, erklärt die Achtklässlerin. Die großzügigen Grünflächen auf dem Hof laden zum Spielen oder Verweilen ein. Und seit dem vergangenen Jahr besitzt die Jona-Schule einen eigenen Schulgarten, und das im wörtlichen Sinne. „Wir haben eine Parzelle in einer nahegelegenen Kleingartenanlage, die wir bewirtschaften. Richtig mit Laube und Gewächshaus“, sagt Angela Nietzsche.

Der Schulgarten gehört zu einem vielfältigen Ganztagsangebot – vom musischen über den künstlerischen bis hin zum naturwissenschaftlichen Bereich. Neben Kochen, Werken oder Gitarre gibt es auch selbst initiierte Projekte wie zum Beispiel „Jona liest“. „Aus einem einzelnen Vorlesetag ist diese feste Größe entstanden“, sagt Anja Barten. „Einmal in der Woche gehen wir zur Kita ,Eden’ und lesen den Kleinen etwas vor.“

Über die Mittagszeit können Schüler ab der 5. Klasse noch weitere Angebote nutzen. In der umfangreichen Bibliothek findet jeder etwas zum Schmökern, und im Bewegungsraum kann gekickert oder Tischtennis gespielt werden. Das Herzstück sind jedoch die Werkstätten. Diese sind nicht nur mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, sondern bieten vielfältige Möglichkeiten, handwerklich aktiv zu werden. Und damit ist nicht nur das Bearbeiten von Holz oder Metall gemeint. „Es kann auch getöpfert, gefilzt oder genäht werden“, sagt Anja Barten. Handwerk im weitesten Sinne ist auch das, was die Schülerfirma „Jona-Café“ macht. Damit hat die Schule nämlich einen Trumpf im Ärmel: Zu Veranstaltungen in der Schule machen die Jungs und Mädels vom Jona-Café das Catering einfach selbst.

Freizeitangebote: Bunte Vielfalt

Für die 460 Schüler gibt es ein umfangreiches Ganztagsangebot. Dazu zählen unter anderem individuelles Lernen und Kreativkurse wie Kochen, Schulgarten, Gitarrenkurse oder Werkgruppen. Die Werkstätten können die Schüler täglich nutzen. Dort haben sie die Möglichkeit, Holz und Metall zu bearbeiten, zu filzen, zu nähen oder zu töpfern. Zudem gibt es eine gut eingerichtete Bibliothek.

Essen: Mittag in der Mensa

Über 200 Schüler nutzen das Mittagsangebot an der Jona-Schule. Anbieter ist die Back- und Brauscheune „Rumpelstilz“ aus Krummenhagen. Aus drei verschiedenen Menüs, die um 2,50 Euro kosten, kann ausgewählt werden. Das Essen wird in der Mensa eingenommen, die 120 Plätze bietet. Den Schülern stehen zwischen 11.30 bis 14 Uhr drei Essenzeiten zur Verfügung.

Miriam Weber

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