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Gemeinsam im Einsatz für ein lebenswertes Grünhufe

Stralsund Gemeinsam im Einsatz für ein lebenswertes Grünhufe

Seit fünf Jahren berät im Nachbarschaftszentrum eine Gesprächsrunde aus Vertretern von Stadt, Polizei, Vermietern, Schulen und Kitas, wie der Stadtteil sicherer wird.

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Kinder erleben Grünhufe von oben. Bei einem Sommerfest des Nachbarschaftszentrums ging‘s mit dem Krankorb in die Luft.

Quelle: Fotos: Wenke-Büssow-Krämer, NBZ

Stralsund. Grünhufe ist ein attraktiver und sicherer Stadtteil. So steht es über dem Ergebnisprotokoll einer Zusammenkunft zum Thema Sicherheit in Stralsunds jüngster Plattenbausiedlung. Thomas Nitz, Organisator im Nachbarschaftszentrum unter dem Dach der Auferstehungskirche, würde dies auch genau so unterschreiben.

Er gehörte zu jenen, die diese regelmäßigen „Sicherheitsgespräche“ vor fünf Jahren mit auf den Weg brachten. Seither treffen sich Vertreter von Polizei, Hansestadt und Landkreis, aber auch der Stadtteileltern, des Montessori-Arbeitskreises, der Kita und der Schulen im Stadtteil sowie Vermietern, um die Lage einzuschätzen und Verbesserungen anzuregen sowie mitzuhelfen diese umzusetzen.

Trotz der optimistischen Protokoll-Überschrift weiß Thomas Nitz aber auch, dass es zwischen der realen und der gefühlten Sicherheit in Grünhufe einen Unterschied gibt. „Das Gefühl lässt uns die Situation mitunter schlechter einschätzen, als sie tatsächlich ist“, sagt Nitz und plädiert dafür, die Lage nicht schlecht zu reden.“ Nitz fügt an: „Das wäre sonst wie bei der berühmten sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Etwa wenn es heißt: Man kann sich hier nicht auf die Straße trauen, weil es nicht sicher ist. Wenn dann gar keiner mehr auf die Straße geht, fehlt die soziale Kontrolle, und es wird erst recht unsicher.“

Doch Schönreden ist auch nicht seine Sache. Und so sieht Thomas Nitz den Sinn der Grünhufer Sicherheitsrunde vor allem darin, bestehende Probleme zu benennen und gemeinsam Lösungen dafür anzuschieben. Da geht es um lockere Gehwegplatten ebenso wie um schummrige Straßenbeleuchtung oder auch um die zahllosen Hundehaufen.

„So manches davon, was auf der jüngsten Beratung im Nachbarschaftszentrum angesprochen wurde, ist schon jetzt kein Problem mehr“, sagt Nitz und verweist auf den von Maulwürfen unterhöhlten und bereits reparierten Gehweg in Richtung Viermorgen oder die von Baumbewuchs verdeckten und inzwischen freigeschnittenen Straßenlaternen.

Auch im Rückblick auf die Arbeit von fünf Jahren sieht Thomas Nitz Fortschritte. „Anfangs galt die Aufrüstung mit großen Hunden hier noch als Statussymbol“, erinnert er sich. Viele davon wurden ohne Steuermarke geführt, überall lagen Hundehaufen herum. „Regelmäßige gemeinsame Kontrollen haben die Situation entschärft“, sagt Nitz. Sein Eindruck, die großen Hunde sind weniger geworden und die Hundehaufen auch.“

Ein anderes Problem ist die Geschwindigkeit in den 30er-Zonen des Wohngebiets. Bei ersten Kontrollen stellte die Polizei massive Geschwindigkeitsübertretungen fest. Die Sicherheitsrunde registrierte hier zumindest einen erhöhten Überwachungsbedarf. Entschärft habe sich dagegen die Situation vor den Schulen. So heißt es im Bericht: Die 30er-Zone im Bereich der Schill-Schule wird weitgehend beachtet.

Doch die Sicherheitsrunde verlässt sich bei Problemlösungen nicht nur auf die Hilfe von Stadt und Polizei. Thomas Nitz verweist auf das Wirken von Schulsozialarbeitern und Stadtteileltern. „Da wird nahezu unauffällig eine wichtige Arbeit in Sachen Prävention geleistet“, sagt Nitz und weiß, dass die Stadtteileltern schon mal Baseballschläger einkassieren, die nicht zum Sport genutzt werden sollen oder auch in Fällen von häuslicher Gewalt vermitteln.

Für den Koordinator des Nachbarschaftszentrums liegt der Wert dieser Arbeit vor allem darin: „Indem wir aus dem Stadtteil heraus für Grünhufe wirken, ist es gelungen, kurze Wege zur Lösung von Problemen zu finden und das Leben hier lebenswerter zu machen.“

 



Jörg Mattern

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