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Stralsund Germania-Pleite: Stralsunder Sundair hat Maschinen bereits neu vergeben
Vorpommern Stralsund Germania-Pleite: Stralsunder Sundair hat Maschinen bereits neu vergeben
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Im Steigflug: Sundair rechnet eigenen Angaben zufolge im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Quelle: Sundair
Stralsund

Während Germania zahlungsunfähig ist, laufen die Geschäfte bei der Stralsunder Fluggesellschaft Sundair auf Hochtouren: Wie Sundair-Mitgesellschafter Marcos Rossello der OSTSEE-ZEITUNG sagte, würden die 30 Germania-Maschinen, die nun am Boden stehen, sehr schnell wieder vergeben sein. „In der Branche bleiben solche Kapazitäten nicht ungenutzt“, betonte er. Die Germania-Pleite sei besonders für die Mitarbeiter bitter, aber mit Blick auf die gesamte Branche „kein Grund zum Weinen“.

Sundair von Germania-Pleite nicht betroffen

Sundair hatte im vergangenen Jahr zwei seiner insgesamt vier Airbus-Maschinen an Germania vermietet, um damit klassische Urlaubsziele anzufliegen. Eines der Flugzeuge sollte ab April fest in Rostock-Laage stationiert sein, ein weiteres am Flughafen Berlin-Tegel. Dieses sogenannte Wetlease-Geschäft zwischen Sund­air und Germania war auf zwei Jahre ausgelegt und im Voraus bezahlt worden, weshalb Sundair von den Folgen der Insolvenz nicht betroffen sei.

Rossello zufolge würden die Maschinen nun an andere Auftraggeber vermietet. Konkrete Namen wollte er dazu noch nicht nennen. Beide Flugzeuge seien aber bereits wieder im Markt untergebracht worden. Die Airbus A 320 mit 180 Sitzplätzen sind zwölf Jahre alt und stammen ursprünglich aus der Flotte der ebenfalls pleitegegangenen Fluggesellschaft Air Berlin. Die Stralsunder Airline hatte beide Flugzeuge von einer chinesischen Leasingfirma gekauft, die die Maschinen nach der Insolvenz von Air Berlin wieder zurückgenommen hatte.

Sundair-Flotte wächst auf 6 Maschinen

Zusätzlich hat Sundair über einen Zeitraum von vorerst vier Jahren zwei weitere Airbus A 319 geleast, die in diesem Jahr in Dienst gestellt werden sollen. Damit würde die Flotte auf sechs Flugzeuge anwachsen. Eine der beiden Maschinen soll künftig vom Flughafen Karlsruhe aus für Tuifly operieren und vorrangig Urlauber befördern. Dem Flugplan zufolge werden die ersten Tuifly-Flüge von Karlsruhe aus ab 24. Mai angeboten. Beide Flieger waren zuvor für Sky Airline, der zweitgrößten chilenischen Fluggesellschaft, unterwegs. Sundair ist 2017 ins Fluggeschäft eingestiegen und rechnet eigenen Angaben zufolge im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro.

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