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Stralsund Goethe-Team peilt Deutschlandpokal an
Vorpommern Stralsund Goethe-Team peilt Deutschlandpokal an
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00:00 28.04.2016
Das neue Modell „Okeanus Fluctus Anders“ wird im Windkanal der Fachhochschule auf seine Windschnittigkeit getestet. Quelle: privat
Stralsund

Diese Woche ist für „Team Anders“ alles andere als entspannt. Viele Termine und einige letzte Tests stehen noch an. Die Deutsche Meisterschaft der Formel 1 in der Schule am kommenden Samstag in Potsdam Babelsberg hält alle in Atem.

„Team Anders“, dass sind Lina Rieckhoff (15), Antonia Piacyniak (15) und Ben Hlawatschke (15). Die Drei kommen vom Goethe-Gymnasium Stralsund. Die Schüler gehen alle in die 9d. Anfang März haben die Konstrukteure bei den Landesmeisterschaften in MV den ersten Platz der Seniorteams (ab 15 Jahren) belegt und sich damit für den Bundesausscheid qualifiziert. Das gelang ihnen bereits bei ihrem zweiten Anlauf. Bei den Meisterschaften werden sie auf 16 weitere Seniorteams aus Deutschland treffen.

In den letzten eineinhalb Monaten änderte das Team sein Konzept komplett. Ein neues Auto wurde konstruiert. Die kleinen um die 20 cm langen Formel-1-Wagen müssen so schnell wie möglich eine 20

Meter lange Bahn überwinden. Der einzige Antrieb hierbei ist eine Kohlenstoffdioxidpatrone, die bei jedem antretenden Auto identisch ist. Die drei besten Teams werden zur Weltmeisterschaft nach Austin in Texas (USA) eingeladen. Genau dorthin möchte auch das „Team Anders“. Die Stralsunder sind mit ihrem neuen Auto voll zufrieden. Der Miniatur-Formel-1-Wagen ist jetzt um einiges windschnittiger, was ihm ein futuristisches Aussehen verleiht.

Auch Prof. Heiko Meironke von der Fachhochschule Stralsund, dessen Lehrgebiet Strömungstechnik und Apparatebau ist, lobt das neue Modell, welches wesentlich weniger Luftwiderstand bietet. Gemessen haben sie diesen in dem Windkanal der FH. „Wir liegen im oberen Drittel aller Teams“, meint Ben zuversichtlich. Den Wettbewerb gewinnt man jedoch nicht nur auf der Bahn. Auch eine mündliche Präsentation, ein Portfolio und ein Infostand — eine sogenannte Box — fließen in die Wertung ein. So kommt es auch, dass die Drei nicht nur ein Auto gebaut haben, sondern gleich drei.

Eines für die Box, eines für das Rennen und eines in Reserve. Alle drei sind identisch. Das Team hat ihrem aktuellen Modell den Namen Okeanus Fluctus Anders gegeben. Okeanus ist der griechische Meerestitan. Fluctus heißt auf lateinisch Welle, und genau die findet sich auch auf dem Logo. „Sie verbindet unsere Heimatstadt Stralsund mit dem Team und unserem Auto“, erklärt Antonia.

Besonders stolz sind sie auf den Fanclub, der sie immer und überall lautstark unterstützt. Auch er wird mit nach Potsdam kommen.

Natürlich kosten Fahrt, Unterkunft, Teamkleidung, Druck und die Box einiges. Zu den Sponsoren gehören die Sparkasse Vorpommern, SWS und die Stadt Stralsund. Wobei einer der größten Unterstützer der Schüler die Fachhochschule Stralsund ist, die beim Fräsen und Lackieren hilft.

Spaß hat das Team auf alle Fälle, obwohl es für alle sehr anstrengend ist, die Schule und das große Projekt unter einen Hut zu bekommen. In diesem Jahr jedoch meint Antonia zum Thema Lehrer: „Die haben teils Verständnis.“

Die Nervosität ist groß, denn niemand weiß, was der Samstag bringen wird.

• www.team-anders.com

Miniatur-Rennwagen

Formel 1 in der Schule ist ein internationaler Technologiewettbewerb, bei dem Schüler zwischen elf und 19 Jahren Miniatur-Rennwagen anfertigen.

Die Rennbahn ist 20 Meter lang und muss von den Boliden schnellstmöglich zurückgelegt werden. Der Weltrekord liegt hier bei 0,997 Sekunden. Jeder Bolide wird von einer Gaspatrone angetrieben. Hier können die Wagen über 100 km/h erreichen.

Der letzte Weltmeister war das deutsch-amerikanische Team Union Racing International.

Von Isabelle Bendig

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