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Stralsund Greifswald: „Im Klinikum läuft es nicht rund“
Vorpommern Stralsund Greifswald: „Im Klinikum läuft es nicht rund“
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00:05 12.01.2017

„In diesem Klinikum läuft im Moment einiges nicht rund.“ Davon ist Sylvia Hellmuth überzeugt. Die Greifswalderin, die gelernte Kinderkrankenschwester und beruflich noch immer im medizinischen Bereich tätig ist, hat gerade mit ihrem kleinen Enkel Unangenehmes in der Unimedizin erlebt, die sie in ihrer Auffassung bestärken.

„Mein vierjähriger Enkelsohn hat sich beim Spielen einen Cut an der Augenbraue zugezogen. Es blutete stark, deshalb sind wir sofort ins Klinikum in die Kindernotaufnahme“, berichtet die 55-Jährige.

Im Eltern-Kind-Zentrum habe man ihr mitgeteilt, dass es die Notaufnahme der Kinderchirurgie nicht mehr gebe und diese in der großen Notaufnahme mit aufgegangen sei. „Also habe ich meinen Enkel von einem Ende des Klinikums zum anderen Ende getragen“, so Hellmuth. Eine Transportmöglichkeit für das weinende Kind habe man ihr nicht angeboten. „Doch der Hammer kam in der Notaufnahme. Dort wurde ich lediglich von der Mitarbeiterin in der Aufnahme gefragt, ob die Verletzung über oder unter dem Auge sei. Weil sie direkt auf der Augenbraue war, wurde ich weiter zur Augenklinik geschickt. Dabei habe sogar ich gesehen, dass es ausgereicht hätte, wenn die Wunde gestrippt worden wäre“, sagt sie. Doch kein Arzt, keine Schwester hätten sich das Kind angesehen.

„Wenn das wegen der angespannten Haushaltslage des Klinikums die neue Arbeitsweise ist, dass die Bürokräfte entscheiden, dann Gute Nacht!“, so die Greifswalderin. Aus ihrer Zeit als Kinderkrankenschwester kenne sie es, dass zumindest das Fachpersonal die verletzten Kinder einmal anschaue, ehe sie an eine andere Fachklinik geschickt werden. „Mein Enkel ist versorgt worden. Aber die Augenklinik wäre nicht notwendig gewesen. Zudem warteten dort viele Patienten vor uns“, erklärt die besorgte Oma.

Dr. Thorsten Wygold, Ärztlicher Vorstand der Unimedizin Greifswald, bedauert die unnötige Warterei in der Augenklinik. „Wenn etwas neu geordnet wird, gibt es immer Reibungspunkte. Wir arbeiten daran, solche Dinge abzustellen“, versichert er. Dazu gehöre auch, dass der Vorstand festgelegt hat, die Beschilderung zu den einzelnen Kliniken noch im Frühjahr farblich zu unterlegen. Dann habe die Sucherei nach der richtigen Klinik ein Ende. Gleichzeitig verteidigt er die Zusammenlegung der Notaufnahmen. „Wir dürfen vor unpopulären Maßnahmen nicht zurückschrecken“, hatte Wygold bereits Ende Dezember erklärt. Die Zusammenlegung mache Sinn, weil ein Fachärzteteam, zu dem Kinderärzte gehören, sofort entscheiden könne, ob der Patient ein Notfall ist. „Aber dann muss zumindest auch mal ein Facharzt draufschauen“, kann sich Sylvia Hellmuth den Seitenhieb auf das im Klinikum Erlebte nicht verkneifen. Cornelia Meerkatz

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