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Greifswalder bedrohte auch Til Schweiger

Stralsund/Greifswald Greifswalder bedrohte auch Til Schweiger

In einem Prozess um versuchten Totschlag vor dem Landgericht Stralsund ist überraschend herausgekommen, dass der Angeklagte den Schauspieler Til Schweiger bedroht hatte.

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Der Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger.

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Stralsund/Greifswald. In einem Prozess um versuchten Totschlag vor dem Landgericht Stralsund gegen einen 40-jährigen Greifswalder ist überraschend herausgekommen, dass der Angeklagte den Schauspieler Til Schweiger in einem Facebook-Post bedroht hatte. Es ging dabei um Schweigers Einsatz für Flüchtlinge. Im Juli 2015, als immer mehr Flüchtlinge aus syrischen Kriegsgebieten nach Deutschland strömten, habe der Greifswalder Til Schweiger auf Facebook beleidigt und bedroht, sagte Staatsanwalt Dietmar Scholz am Donnerstag bei der Verlesung der Anklageschrift. Schweiger persönlich hatte nach Angaben des Angeklagten-Anwalts Anzeige erstattet.

„Ich hatte mich über eine Äußerung von Til Schweiger“

In einer schriftlichen Erklärung, die der 40-jährige Mitarbeiter des vom Pommerschen Diakonieverein betriebenen Greifswalder Café Lichtblick zu Beginn der Verhandlung verlas, gab er zu, den Facebookeintrag verfasst zu haben. „Ich hatte mich über eine Äußerung von Til Schweiger über die Ankunft von Flüchtlingen geärgert“, sagte er. Was Schweiger zuvor geschrieben hatte, daran könne er sich nicht mehr erinnern.

Greifswalder schlug mit Minibackofen auf Opfer ein

In dem Prozess muss sich der Mann, ein gelernter Verkaufshelfer, vor allem wegen versuchten Totschlags verantworten. Am 25. März 2016 – ein Dreivierteljahr nach dem beleidigenden Facebook-Post – hatte er sich mit zwei Trinkkumpanen in einer Wohnung getroffen, Bier und Kräuterlikör getrunken. Dabei sei es zum Streit gekommen, infolgedessen er offenbar mit einer Flasche, einem Minibackofen und einer Tischplatte auf seinen Kumpel einschlug. Warum es zum Streit kam, blieb offen. Weder das 54-jährige Opfer noch ein weiterer Trinkkumpan (56) können sich vor Gericht an den genauen Ablauf erinnern. Das Opfer kam mit schweren Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus.

Martina Rathke

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