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Grenzer-Bude, Datsche und Infopunkt

Barhöft Grenzer-Bude, Datsche und Infopunkt

Das kleine weiße „Haus Norden“ wurde abgerissen. Nationalparkamt zieht in Neubau am Aussichtsturm.

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Der Abrissbagger hatte wenig M�he, das kleine Holzh�uschen zu greifen.

Barhöft. Nun gehören die 60 Quadratmeter an der Kliffkante bei Barhöft wieder der Natur. Hier stand das weiße Häuschen mit den blauen Fenstern, „Haus Norden“, und beherbergte das Informationszentrum des Nationalparks.

Baumaschinenführer Bernd Petereit von der Zingster Firma Döring setzte seinen 18 Tonnen schweren Bagger in Gang und begann mit dem Abtragen. Vorsichtig griff das Maul des Mobilbaggers erst das Dach, dann Stück für Stück die Hauswand. „Ich sortiere gleich den Bauschutt. Die etwa 70 Tonnen werden in Containern gesammelt und zur firmeneigenen Bauschuttdeponie abgefahren. Wenn das so gut weitergeht, haben wir schnell alles beräumt, samt Landschaftsangliederung“, so der 54-Jährige.

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Der Abrissbagger hatte wenig M�he, das kleine Holzh�uschen zu greifen.

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Im Vorfeld wurde das Haus beräumt und die Stromleitung durch die zuständige Firma abgeklemmt. Der Barackenbau mit Holzfertigteilen in Ständerfachwerk und mit Aluminiumfassadenverkleidung wurde in den 50er-Jahren gebaut, und zwar als Mannschaftsunterkunft für die Grenzbrigade Küste. Zeitungen aus dem Jahre 1957 belegen dies. Das Gebäude diente auch als Wochenendhaus eines höheren Armeeangestellten.

„Die Kinder entdeckten um die Wendezeit das leer stehende Gebäude für sich und entzündeten Lagerfeuer in den Räumlichkeiten. Ich sprach mit dem damaligen Bürgermeister Jochen Rüting, ob wir das Haus nicht zu Informationszwecken nutzen könnten. 1992 kamen Gemeinde und Nationalparkverwaltung auf einen Nenner und richteten das Haus Norden als Informationsstandpunkt über die Vorpommersche Boddenlandschaft ein“, erzählte Andreas Kästner.

Der Nationalparkmitarbeiter steht seit 22 Jahren im Dienste der Natur. Jährlich besuchten rund 5000 Gäste die Informationsstelle. Im Zuge der Modernisierung und Globalisierung entschieden sich der Förderverein des Nationalparks, der Eigentümer des Hauses Norden war, und die Nationalparkverwaltung als Nutzer für einen Rückbau. Die Gemeinde Klausdorf hatte zuvor grünes Licht gegeben für den Neubau eines Informationszentrum am Fuße des Aussichtsturmes.

Wie die OZ bereits berichtete, sieht das Gebäude aus wie der umgekippte Aussichtsturm. Auf den Fundamenten der ehemaligen Wachtürme entsteht ein 7 x14 Meter großes Gebäude mit Boddenblick. Der Spatenstich soll, wenn alles klappt, noch in diesem Jahr erfolgen, so Kästner. Er ist derweil in einem Raum des Triogebäudes am Hafen untergebracht — in engster Nachbarschaft mit den Fischern.

Das zukünftige Informationsgebäude des Nationalparks wird ebenso wie der Turm in Klinkerbauweise erfolgen — mit Panoramafenstern, einer halbseitig aufgesetzten Etage und einer begehbaren Terrasse, um den Boddenblick zu genießen. Außerdem werden sanitäre Einrichtungen eingebaut. Gleichzeitig wird sich in der oberen Etage ein Arbeitsraum für die Nationalparkranger befinden. Wie genau das Obergeschoss genutzt wird, ist noch offen, so Andreas Kästner. Die Kliffkunst wird auf jeden Fall mit integriert werden.

Bauherr wird die Gemeinde sein. Der Nationalpark wird als Mieter das Haus nutzen, wodurch die Refinanzierung gewährleistet ist. Über das Leader-Programm des Landkreises sind bereits 2012 Mittel zugesichert worden, sagt der Nationalparkranger Kästner.

Ein bisschen Wehmut ist dabei, aber wir freuen uns auch auf den Einzug ins neue Haus am Aussichtsturm.“Andreas Kästner, Nationalparkranger

Ines Engelbrecht

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Barhöft
Das „Haus Norden“ in Barhäft (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist der Abrissbirne zum Opfer gefallen.

Das Gebäude in Barhöft diente zuletzt als Informationszentrum des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaf. Ein Neubau soll neben dem Aussichtsturm entstehen.

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