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Stralsund Groß Mohrdorf investiert in Straße nach Batevitz
Vorpommern Stralsund Groß Mohrdorf investiert in Straße nach Batevitz
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00:00 10.02.2018
Die Straße von Kinnbackenhagen nach Batevitz – hier in schönster Sommerpracht – soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Und zwar auf einer Länge von 2,4 Kilometern als Betonspurbahn. Damit nimmt die Gemeinde die letzte Maßnahme des außerörtlichen Straßenbaus in Angriff. Quelle: Foto: Bauamt Altenpleen

Groß Mohrdorf. Es gibt sie vereinzelt noch – Kommunen, die einen ausgeglichenen Haushalt haben. Groß Mohrdorf ist eine dieser glücklichen, die sowohl im Ergebnis-, als auch im Finanzbereich ohne Minus dastehen. Und das hat laut Bürgermeister Bernd Kopmann (parteilos) einen ganz einfachen Grund: „Wir geben nur das Geld aus, das wir auch haben.“

Wir geben nur das Geld aus, das wir auch haben.Bernd Kopmann, Bürgermeister in Groß Mohrdorf

Kopmann ärgert es maßlos, dass die Minister durch die Lande fahren und mit Fördermittelbescheiden nur so um sich schmeißen. „Ich sehe das wie meine Nieparser Amtskollegin: Ein Großteil dieses Fördergeldes sollte den Kommunen direkt in die Hand gegeben werden. Wir wissen doch am besten, wo es klemmt und wir dringend investieren müssen.“

Mit der jetzigen Fördermittelpolitik laufe so einiges schief. „Da baut man dann das, was gefördert wird, obwohl man es gar nicht braucht. Anderes ist wichtiger, bleibt aber liegen. Und kaum einer denkt dran, dass die geförderten Dorfgemeinschaftshäuser oder Straßen auch später von der Gemeinde unterhalten werden müssen... Mal abgesehen davon, dass mit den Fördermittelabrechnungen unnötig viele Leute beschäftigt sind“, findet Kopmann, dass man da im Direktfluss einiges einsparen könnte.

Doch das ist vorläufig Wunschdenken, und deshalb ist weiterhin sparsames Wirtschaften angesagt – auch in der 750-Einwohner-Gemeinde Mohrdorf. „Ich denke, wir haben aber trotzdem ein bisschen was gemacht. Die Leute sehen, dass was passiert, zum Beispiel beim Dorfplatz in Mohrdorf“, sagt Bernd Kopmann.

Für dieses Jahr ist eine große Straßenbaumaßnahme geplant. Über das Flurneuordnungs-Programm nimmt die Gemeinde den letzten noch nicht sanierten Straßenabschnitt in Angriff, und zwar von Batevitz nach Kinnbackenhagen. Hier werden 2400 Meter als Betonspurbahn ausgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 445000 Euro. Aus dem Bodenordnungsverfahren sind rund 390000 Euro als Förderung zugesagt. Den Rest, immerhin rund 55000 Euro, muss die Kommune auf den Tisch legen. „Wir wollten diesen Abschnitt schon 2017 bauen, doch dann war im Fördermitteltopf nicht mehr genug drin, so wurden wir auf 2018 geschoben“, erklärt Bürgermeister Bernd Kopmann gegenüber der OZ. Deshalb könne das Projekt also relativ schnell über die Bühne gehen.

Als kleine Maßnahme ist noch die Anschaffung von drei neuen Buswartehäuschen geplant. In Hohendorf, Bisdorf und Batevitz sollen die über 25 Jahre alten Haltestellen ausgetauscht werden. 34000

Euro stehen dafür im Haushaltsplan. Die Gemeinde, im Amtsbereich Altenpleen übrigens die mit den meisten Ortsteilen, hofft auf einen Fördermittelzuschuss von 25000 Euro. Ein weiterer kleiner Posten sind neue Funkgeräte für die Feuerwehr, dafür sind 800 Euro vorgesehen.

592000 Euro hat die Gemeinde an Umlagen und Steuern zu berappen, darin enthalten sind Amts- und Kreisumlage, die Kita-Kosten, aber auch die Ausgaben für die Feuerwehr. Rund 40000 Euro kommen noch einmal für Personalaufwendungen hinzu –16000 als Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt und 24000 Euro für den Gemeindearbeiter.

Wichtigste Einnahmequellen sind die Einkommenssteuer mit 245000 Euro und die Landes-Schlüsselzuweisung von 204000 Euro. Nimmt man Einnahmen von Hundesteuer bis Gewerbesteuer dazu, kommt Mohrdorf auf Erträge von 643000 Euro.

Fakten aus dem Mohrdorfer Haushalt 2018

Einnahmen

Landeszuschuss: 204000

Fam. Ausgleich: 38000

Grundsteuer A: 25000

Grundsteuer B: 63000

Gewerbesteuer: 57000

Eink. Steuer: 245000

Umsatzsteuer: 8800

Hundesteuer: 2600

Beteilig. Rewa/Edis 20000 Pflichtausgaben

Kreisumlage: 289000

Amtsumlage: 103000

Jugend-Umlage: 2300

Schulumlage: 75000

Feuerwehr: 20000

Gew.-Steuerumlage 5300

Kita-Kosten: 97000

freiwillige Ausgaben

Personalkosten: 40000

Zuschuss Vereine: 3000

Zuschuss SFV: 16400

Investitionen

Straßenbau: 445000

Feuerwehr: 800

Grundst. Ankauf: 35000

Für Sachleistungen stehen 105000 Euro im Haushaltsplan, dazu zählen Ausgaben für die Bewirtschaftung von Gebäuden und Fahrzeugen, u.a. Gemeinderaum, Feuerwehr, Straßenbeleuchtung.

Fahrzeugunterh.: 5200

Winterdienst 10000

Baumpflege: 1200

Ines Sommer

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