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Stralsund Großer Auftritt für kleine Solarboote
Vorpommern Stralsund Großer Auftritt für kleine Solarboote
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00:14 30.04.2018
Nico Tonat (11) (2.v.r.) und Arne Kastner (r.) gehörten zu den Schülern, die insgesamt 35 Solarboote ins Rennen schickten. FOTOS (4): MARLIES WALTHER
Stralsund

Da musste dann doch die Mama ran: An dem Solarboot von Nico Tonat (11) aus der Burmeister-Schule war das Gestänge abgebrochen. Mit einem Draht sorgte Mutti Doreen dafür, dass die kleine Schiffsschraube wieder hielt. Das Gefährt konnte ins Rennen gehen. So wie auch das Boot, das Arne Kastner (13) vom Goethe- Schulzentrum, aus Dämm-Material angefertigt hatte.

Unter dem Motto „Stralsund kann Klimaschutz“ herrschte am Samstag auf dem Alten Markt ein buntes Treiben rund um das Thema erneuerbare Energien.

Die beiden Jungs, die von ihren Mitschülern angefeuert wurden, gehörten Samstag auf dem Alten Markt zu den Teams, die insgesamt 35 kleine Boote auf die Reise schickten – angetrieben durch eine Solarzelle. Gemeinsam mit vielen Helfern hatten sie in den letzten Wochen getüftelt und geprobt, um nun um die schnellste Zeit oder den Schönheitspreis zu wetteifern.

Zweifellos gehörte das vom Umweltbüro Nord organisierte und dicht umlagerte Solarbootrennen zu den Höhepunkten des Tages der erneuerbaren Energien. Denn damit zeigten die Schüler, die nicht nur aus Stralsund, sondern auch aus Greifswald, Barth und Rostock kamen, anschaulich, wie die Kraft der Sonne genutzt werden kann.

Zuvor hatten Energieminister Christian Pegel (SPD) und Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) den Aktionstag unter dem Motto „Stralsund kann Klimaschutz“ gemeinsam eröffnet.

Die Hansestadt ist eine von insgesamt 18 „Aktionskommunen“ in Deutschland, die dafür vom Bundesumweltministerium ausgewählt worden waren. „Damit wird unser jahrelanges Engagement für den Klimaschutz gewürdigt“, sagte Badrow und nannte Beispiele, die davon zeugen, was in der Hansestadt, die seit 2009 Mitglied im Klimabündnis zur Verringerung der Treibhausgase ist, getan wird.

Badrow nannte unter anderem die Einrichtung von Solaranlagen auf Schuldächern, führte die Stralsunder Biogasanlage oder den Wechsel auf Ökostrom bei der Stadtverwaltung an und machte auf den Energielehrpfad im Zoo aufmerksam. Minister Pegel würdigte die Organisatoren des Tages, denn da steck viel ehrenamtliches Engagement drin, sagte er. Größtes Lob sei es, wenn viele kommen.

Und das taten die Besucher. Besonders lang war die Schlange am Stand der Polizei, die das kostenlose Codieren von Fahrrädern zum Schutz gegen Diebstahl anbot. Insgesamt hatten 25 Aussteller und Anbieter ihre Zelte aufgebaut. Mit dabei das Stralsunder Reparaturcafé, das an jedem ersten Dienstag im Monat in der Jona-Schule geöffnet hat. „Sachen reparieren und sie nicht wegwerfen, auch das ist Nachhaltigkeit“, sagte Birgit Schmidt (58), die zu den Organisatoren zählt. Manchem konnte gleich noch direkt auf dem Markt geholfen werden. Wie jener Dame, die einen alten Mixer der Marke RG 28 aus DDR-Zeiten mitgebracht hatte. Ein Kabel war gebrochen. Die findigen Helfer des Reparaturcafés hatten den Schaden schnell behoben.

Am Stand des Naturschutzbundes erfuhr man bei Claudia Lorenz, Klaus Weber und Dr. Finn Viehberg nicht nur mehr über die Nachhaltigkeit bei der Energiegewinnung. Dort konnte man sich auch über den Stralsunder Gartenwettbewerb oder über die geplante Gründung einer Kindergruppe informieren.

Die Mitglieder der Stralsunder Regionalgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs um ihren Vorsitzenden Walter Günther machten auf ihre vielfältigen Tages-, Feierabend- und Erlebnis-Touren neugierig. Da kommt einiges für die Statistik zusammen: Walter Günther legte im vergangenen Jahr 10 500 Rad-Kilometer zurück. Reinhard Urban (67) brachte es auf 2600 Kilometer und Regina Lade (57) reiht sich mit fast 2000 Jahres-Kilometern ein.

Marlies Walther

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