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Stralsund Grüne wollen Beschluss zur Hochschulallee anfechten
Vorpommern Stralsund Grüne wollen Beschluss zur Hochschulallee anfechten
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00:00 15.10.2016

Die Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) in einem Schreiben dazu aufgefordert, die in der letzten Bürgerschaftssitzung gefassten Beschlüsse zur Bebauung des Areals nördlich Holzhausen zu beanstanden.

„Aus unserer Sicht wurden erhebliche Abwägungsfehler gemacht“, begründete der Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen Bürgerschaftsfraktion, Jürgen Suhr, die Initiative. Im Kern gehe es um die Frage, ob eine Agrarfläche mit hohen Bodenwertzahlen als Bauland genutzt werden kann.

Dazu Suhr weiter: „Wir sind mit dieser Fläche eindeutig im Außenbereich und nicht in einer geschlossenen Ortslage. Vor dem Hintergrund sind Ausnahmen grundsätzlich unzulässig. Da hilft es auch nicht, dass das zuständige Landesministerium offensichtlich davon ausgeht, dass die im Bereich des Bebauungsplans befindlichen Flächen mit einer Bodenwertzahl von 50 oder höher gar nicht bebaut würden, sondern frei bleiben.“

Die Grünen hätten OB Badrow darauf hingewiesen, dass dies nach den derzeitigen Plänen nicht so ist. Allein schon da gebe es einen gravierenden Mangel in den Vorlagen. Nach Auffassung der Grünen waren die Bürgerschaftsbeschlüsse rechtsfehlerhaft und müssen daher beanstandet werden.

„Ich habe den OB daher dazu aufgefordert, die Beschlüsse der Bürgerschaft vom 6. Oktober 2015 noch einmal detailliert zu prüfen und ihnen gemäß § 33 Kommunalverfassung MV zu widersprechen“, informierte Suhr.

Damit bleibt das Wohngebiet weiter sehr umstritten. In der Bürgerschaftssitzung am 6. Oktober wurde mit großer Mehrheit die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Allerdings strebt die Bürgerinitiative um Stefan Siebert, die das Projekt verhindern will, eine Klage an. Seit Jahren kämpft die Gruppe gegen die Umsetzung der städtischen Baupläne. Diese sehen vor, dass in der neuen Siedlung mit Sundblick zwei- bis dreigeschossige Wohngebäude sowie Einfamilienhäuser mit maximal zwei Etagen entstehen sollen.

mw

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