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Gute Nachricht: Eigenanteil für Schulsozialarbeit entfällt

Stralsund Gute Nachricht: Eigenanteil für Schulsozialarbeit entfällt

Zuletzt war von 2,8 Prozent die Rede, die die Träger der Jugendhilfe für ihr Personal in der Schulsozialarbeit berappen sollten. Wie am Rande der Stralsunder Familienausschuss-Sitzung am Dienstag bekannt wurde, ist die Finanzierung der Personalkosten nun vollständig gesichert.

Stralsund. Möglich wurde dies, weil sämtliche Kosten samt Einstufungen noch einmal auf den Prüfstand kamen.

Dazu waren alle Träger aufgefordert, ihre Anträge noch einmal zu überarbeiten und ihre für das Personal festgelegten Zahlen zu prüfen. Somit konnte der Kreis nun eine überarbeitete Fassung vorlegen.

Hier war unter anderem festgeschrieben, dass mindestens 80, höchstens 100 Prozent des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TVL) zu zahlen sind.

Die 50-prozentige Förderung aus dem europäischen Sozialfonds wird vom Land vorgeschossen. So bleiben je 25 Prozent von Kreis und kommunalem Träger. Im Klartext: Die EU ist mit rund 121 000 Euro dabei, Kreis und Stadt Stralsund berappen jeweils rund 60 000 Euro für die Schulsozialarbeit. Während der Kreis nach Ein-Zwölftel-Regelung monatlich bezahlt, wurde die Bereitstellung der städtischen Mittel im Familienausschuss noch einmal vertagt und soll am 16. März wieder zur Debatte stehen.

Doch nicht nur für die sieben Schulsozialarbeiter, sondern auch für die sechs Jugendsozialarbeiter in Stralsund stellt die EU Geld zur Verfügung. Insgesamt sind das 230 500 Euro — 121 000 für die Schulsozialarbeit, 109 000 Euro für die Jugendarbeiter.

Landrat und Oberbürgermeister einigten sich in dieser Woche darauf, dass neben den bereits in der Bürgerschaft festgelegten 239 000 Euro aus dem Stadtetat (156 600 für Jugendarbeiter und 81400 Euro für Miet- und Betriebskosten) auch 284 000 Euro aus dem Kreishaushalt für die Stralsunder Jugendarbeit bereitgestellt werden. Außerdem sichert der Kreis die Personalkosten für zwei Schulsozialarbeiter in der Stadt über das Bildungs- und Teilhabepaket. Hier fließen 67 000 Euro Förderung, ebenso viel zahlt der Kreis.

Sachkosten stehen bisher in keiner Förderrichtlinie und „hängen“ somit beim Träger.

Ines Sommer

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