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Halber Schweinekopf vor SPD-Büro abgelegt

Stralsund Halber Schweinekopf vor SPD-Büro abgelegt

Dritter Vorfall innerhalb von drei Monaten im Stadtgebiet / Kripo ermittelt / Tätern droht hohe Geldstrafe

Stralsund. Fremdenfeindliche Ekel-Attacke mitten im Wahlkampf: Vor dem Stralsunder Wahlkreisbüro der SPD haben Unbekannte in der Nacht zu gestern den halben Kopf eines geschlachteten Schweins abgelegt. Darunter lag ein in Klarsichtfolie eingeschlagenes Stück Papier mit der Botschaft: „Ihr seid durch Unterstützung der Willkommenskultur mitverantwortlich am Terror in Europa und Deutschland.“ Abgesehen davon, dass es korrekt hätte heißen müssen „mitverantwortlich für den Terror“, ist der so formulierte und zugleich abartige Angriff auf die SPD fast fehlerfrei formuliert.

Nach Angaben der Polizei liegen bisher keine Hinweise auf den oder die Täter vor. Die Tatzeit könne nach ersten Erkenntnissen von Mittwoch 17.30 Uhr bis Donnerstag 7.30 Uhr eingegrenzt werden, sagte eine Sprecherin des zuständigen Polizeipräsidiums in Neubrandenburg. Der Schweinekopf war morgens von einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung auf dem Weg zur Arbeit entdeckt worden. Dem Täter droht eine hohe Geldstrafe.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat Ermittlungen wegen Beleidigung und wegen des Verstoßes gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz aufgenommen.

Dies ist bereits der dritte Schweinekopf, der vor einem Parteibüro beziehungsweise einer Organisation abgelegt worden ist, die Flüchtlingen bei der Integration hilft. Erstes Opfer war Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die in Stralsund ihren Wahlkreis hat. Vor ihrem Büro in der Ossenreyerstraße war im Mai ein Schweinekopf abgelegt worden. Dazu eine beleidigende Botschaft, die sich direkt gegen die Kanzlerin richtete. Merkel steht seit dem vergangenen Jahr wegen ihrer Willkommenskultur in der Zuwanderungspolitik zum Teil in der Kritik. Seit Monaten werden bundesweit immer wieder Schweineköpfe und Schweineblut benutzt, um Muslime zu beleidigen und gegen die Flüchtlingspolitik zu protestieren. Schweine gelten im Islam als unreine Tiere.

Danach war Anfang August vor einem Stralsunder Büro, das für Deutschkurse für Flüchtlinge genutzt wird, ein halber Schweinekopf entdeckt worden.

bfi

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