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Hanseklinikum eröffnet Klinik für seelisch-körperliche Erkrankungen

Stralsund Hanseklinikum eröffnet Klinik für seelisch-körperliche Erkrankungen

Neue Abteilung ist im Krankenhaus West angesiedelt / Sie ist die einzige, die sich in Vorpommern auf diesem Gebiet spezialisiert hat

Stralsund. Das Helios Hanseklinikum hat sich noch stärker auf die gleichzeitige Erkrankung von Seele und Körper spezialisiert. Der neue Fachbereich Psychosomatische Medizin am Krankenhaus West umfasst 17 Betten im Krankenhausplan MV. Wegen des höheren Bedarfs in unserer Region kann das Klinikum dafür bis zu 24 Betten zur Verfügung stellen.

Damit können Patienten, deren körperliche Beschwerden Ausdruck einer seelischen Erkrankung sind beziehungsweise (seltener) deren Psyche sich nach einer schweren körperlichen Erkrankung verändert hat, noch besser behandelt werden. „Wir versorgen etwa Patienten mit Essstörung oder Depressionen genauso wie Patienten, die psychische Betreuung nach einer schwerwiegenden Krebsdiagnose benötigen“, sagt Dr. Philipp Kuwert, Chefarzt der neuen Fachabteilung.

Gemeinsam mit einem eingespielten Team mit 34 Mitarbeitern aus Ärzten, Psychologen, Physio- und Kunsttherapeuten und der Pflege kümmert er sich um seine Patienten am Krankenhaus West. Bereits für diesen August ist der Umzug der Abteilung in die ehemalige Onkologie geplant.

Die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist ein junges Fachgebiet, das eine eigenständige Facharztausbildung umfasst. Es beschäftigt sich unter anderem mit körperlichen Symptomen, die medizinisch-organisch nicht erklärbar sind. In Vorpommern hat sich ausschließlich die Stralsunder Klinik auf diesem Gebiet spezialisiert. „Ziel ist es, Patienten in Einzel- und Gruppentherapien einen sicheren Raum zu schaffen, um Gefühle wieder wahrnehmen zu können, diese besser zu verarbeiten", sagt Dr. Kuwert.

Bevor ein Patient in der neuen Abteilung am Hanseklinikum behandelt werden kann, müsse ein entscheidender Faktor erfüllt sein, erklärt der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Psychosomatische Medizin, Dr. Thomas Klauer. „Der Patient sollte sich seiner Probleme bewusst sein und er sollte etwas daran ändern wollen. Die Therapie funktioniert nur, wenn die Betroffenen mitmachen.“ In der Regel überweist der Hausarzt den Patienten an einen Facharzt oder direkt in die Klinik. Dort wird ein umfangreiches Aufnahmegespräch geführt, um Ängste, Sorgen und Beschwerden der Patienten zu erörtern. Je nach Schweregrad erfolgt eine stationäre oder tagesklinische Behandlung.

Das Problem: So gut wie jedes körperliche Leiden kann auch eine körperliche Ursache haben. Das mache es für Behandler und Betroffene schwierig, sagt Dr. Kuwert. Er rät: „Sobald organischen Ursachen für körperliche Beschwerden abgeklärt sind, sollte der Patient offen das Gespräch mit einem Arzt seines Vertrauens suchen. Psychische Erkrankungen sind kein Tabuthema mehr.“

OZ

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