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Heimkinder erleben Schulbauernhof

Stahlbrode Heimkinder erleben Schulbauernhof

Jungen und Mädchen erleben, wie Getreide geerntet und gemahlen und Brot gebacken wird

Stahlbrode. Zehn Kindern aus dem Neubrandenburger DRK-Kinderheim „Anne Frank“erlebten zwei Tage den Schulbauernhof auf dem Landwerthof in Stahbrode. Möglich gemacht hatten diesen Aufenthalt der Kinderheim-Kinder in Stahlbrode am Strelasund zehn junge real-Führungskräfte.

„Das ist ja viel besser als Sachkundeunterricht“, rief Janine, nachdem sie gesehen hat, wie gerade auf dem angrenzenden Feld Weizen gedroschen wurde. Das man die Körner frisch vom Feld direkt knabbern kann, aus denen später Mehl entsteht, darüber hatten sich die Mädchen und Jungen noch keine Gedanken gemacht. Aber spätestens beim Brot und Pizza backen, stellten sie den Zusammenhang her.

Im März hatten sich die Teilnehmer des Geschäftsleiterprogramms aus ganz Deutschland erst kennengelernt. Björn Taufmann aus Bremen, selbst Geschäftsleiter bei in der Einarbeitungszeit, erklärte den Grund für diese Aktion auf dem Stahlbroder Schulbauernhof: „Wir werden alle künftig mit Kunden und Mitarbeitern zu tun haben. Wir müssen organisieren, Verhandlungen tätigen und Hauswirtschaften lernen. Wir haben dieses soziale Projekt selbst auf die Beine gestellt und selbst finanziert. Dabei ging es auch darum, das alles fremde Gesichter sind und wie wir uns organisieren.“ Bei drei großen Grillaktionen hatten angehenden Führungskräfte rund fünftausend Euro erwirtschaftet. Der Kontakt wurde zu verschiedenen Kinderheimen aufgenommen, bis schließlich die Wahl auf die Neubrandenburger fiel. „Die Zusammenarbeit mit dem Schulbauernhof war gut und die Entfernung passte. Für uns selbst ist es hier in Stahlbrode eine sehr gute Gelegenheit, so einen Aufenthalt zu erleben“, begründet Björn Taufmann.

Viel erlebte die Gruppe gemeinsam mit den Handels-Mitarbeitern. Aber das Schönste war der Umgang mit den Tieren, war die einheitliche Meinung der Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren. „Es war überaus erlebnisreich für die Kinder. Sie hatten viel Spaß und die Freiheit, die Natur zu erleben und Zusammenhänge zu erkennen. Zum Frühstück haben sie alle Hafer gequetscht und gegessen. So was kannten sie vorher nicht. Sie haben den Weg vom Ausgangsprodukt zum Endprodukt kennengelernt. Brot backen, Butter selber machen, spielerisches lernen mit allen Sinnen“, erzählte Heimerzieherin Corinna Horenburg. Kathleen Crasselt aus Dresden hatte alle Hände voll zu tun beim Pizza austeilen und sagt abschließend: „Die Zusammenarbeit mit den Kindern war eine sehr gute Erfahrung und ich nehme sehr viel mit.“

Was die Kinder noch nicht wissen: Zum Nikolaustag werden sie noch ein Fotobuch und einen Film zur Erinnerung bekommen.

Roswitha Pendzinsky

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