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Stralsund Helis, Schiffe, Waffentechnik: Die Marine zeigt alles
Vorpommern Stralsund Helis, Schiffe, Waffentechnik: Die Marine zeigt alles
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00:00 27.08.2018
Ein besonderer Moment. Soldaten der Paradeaufstellung sprechen an der Truppenfahne ihren Treueschwur der Bundesrepublik Deutschland.
Parow

War das ein Andrang auf dem Gelände der Marinetechnikschule (MTS) in Parow: Weit mehr als 4000 Besucher ließen sich am Sonnabend auch von Regenschauern und vergleichsweise kühlen 19 Grad nicht abhalten, einmal in den Arbeitsalltag der Marinesoldaten einzutauchen.

Zum 23. Mal präsentierten die Soldaten am Tag der offenen Tür die Lebens- und Ausbildungsbedingungen an der Marinetechnikschule Parow. Mehr als 4000 Besucher tauchten am Sonnabend in den Alltag eines Marinesoldaten ein.

Mehr als 60 Aussteller aus Militär, Berufsausbildung und Katastrophenschutz bildeten dabei einen abwechslungsreichen Rahmen an Informationen, Gesprächen und Vorführungen. Für Kapitän zur See Michael Möding, Kommandeur der MTS, öffnete der Tag der offenen Tür eine Tür für Offenheit, Gastfreundschaft und Transparenz. „Wer seine Tür öffnet, hat keine Geheimnisse. Diese offene Tür ist eine Einladung, unser Programm mit Vorführungen und Präsentationen aus nahezu allen Bereichen der Bundeswehr zu erleben“, sagte Möding.

Auf einem Rundweg durch die Strelasund-Kaserne zeigten die Soldaten der Öffentlichkeit ihre Ausrüstung, erklärten den Gästen, wie man ein Geschütz in Position bringt und feuerten einen Luftschuss an der Torpedowaffenanlage ab. In den modernen Ausbildungsanlagen der Schiffstechnik konnten sich die Besucher von der Funktionsweise der Dieselmotoren, Gasturbinen, Propeller und Pumpen überzeugen.

Beeindruckt zeigten sich zahlreiche Gäste vom Starten des „Opas“. Opa ist kein Mensch, sondern der letzte heute noch betriebene Schiffsdieselmotor von 1912. Das technische Denkmal wird an der MTS auch heute noch für die Ausbildung der künftigen Techniker der Marine verwendet. Dass die Marine nicht nur aus Booten und Schiffen besteht, wurde bei der Vorführung der Hubschrauber eindrucksvoll präsentiert. Die Marineflieger aus Nordholz, Niedersachsen, stellten den Zuschauern den „Sea Lynx“ und den „Sea King“ vor. Bei der Flugshow über dem Hafengelände der MTS zeigten die Marineflieger mit den Marinetauchern aus Warnemünde ihr Können. Wie wichtig das Zusammenspiel der Rettungskräfte bei Unglücksfällen ist, wurde den Zuschauern bei der Seenotrettungsübung vorgeführt. Schiffsbesatzung, Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten hier Hand in Hand.

Über die vielseitigen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der Bundeswehr informierte die Ausbildungsmesse im Stralsund-Saal der Kaserne. Hier konnten die Besucher in die Rolle eines Feinwerkmechanikers oder Elektronikers der Marine schlüpfen. Es wurde gefeilt, gelötet oder verkabelt – und so mancher Gast hatte am Ende des Tages das Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr schon fertig. Und immer mittendrin: Hüpfburgen, Streichelzoo, Schmink- und Malstraße für die kleineren Besucher.

Auf dem Rundweg durch die MTS wurden die vielen Facetten der Bundeswehr und ihrer Partner deutlich. Neben den verschiedenen militärischen und zivilen Ständen präsentierten sich auch Firmen und Verbände der Öffentlichkeit. So luden Polizei, Feuerwehr und THW zu Gesprächen. Die Hochschule Stralsund, Sozialverbände, Deutsche Rentenversicherung Bund und Weißer Ring waren nur einige der zahlreichen zivilen Aussteller an diesem Tag.

1052 Kilometer Anreise

94 Rekruten legten am Sonnabend ihren Eid beziehungsweise ihr Feierliches Gelöbnis ab. Ihre Heimat haben sie in der gesamten Bundesrepublik.

Festredner Franz Meyer, Landrat des Kreises Passau (Bayern), sprach in seiner Gelöbnisrede von der Balance aus Rechten und Pflichten gegenüber der Gesellschaft. Er appellierte an die anwesenden Gäste, unsere Soldaten zu unterstützen und ihnen Respekt und Verbundenheit entgegen zu bringen. Die weiteste Anreise hatte mit rund 1052 Kilometern die Mutter der Matrosin Lea Rauschenbach. Sie kam aus Isny in Baden-Württemberg.

Sebastian Landgraf

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