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Herr Sellering geht ins Pflegeheim

Stralsund Herr Sellering geht ins Pflegeheim

Einrichtungen hätten gern mehr Einzelzimmer / Förderrichtlinien verhindern jedoch, dass Zweibettzimmer umgebaut werden können

Stralsund. „Ich würde jetzt auch gern den Kuchen loben.“ Zustimmung ringsherum. Erwin Sellering sitzt an einer langen Kaffeetafel im Pflegeheim „Am Grünhain“ in Stralsund. Um ihn führende Mitarbeiter der Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen, die das Heim als eines von fünf in der Stadt betreiben und mehrere Bewohner. Sellering ist gekommen, um Wahlkampf zu machen, aber auch, um zuzuhören.

Die Kaffeetafel, an der der Ministerpräsident Platz genommen hat, während das Gespräch um verschiedene Punkte zum Thema Pflege kreist, ist reich gedeckt. Der Kuchen stapelt sich. Man sieht, was Annett Mülling meint, als sie sagt: „Wir sind ein Zuhause.“ Noch vor zehn Jahren sei ein Pflegeheim eher eine Institution gewesen. „Das hat sich sehr gewandelt.“ Annett Mülling ist die Chefin des gesamten Sozialzentrums am Grünhufer Bogen, zu dem noch weitere Einrichtungen gehören, die von den städtischen Wohlfahrtseinrichtungen betrieben werden.

Dieser Wandel hat auch dazu geführt, dass die Bewohner heute viel lieber ein Einzel- als ein Doppelzimmer haben, was aber besonders in den Heimen, die einst in den 90er-Jahren mit staatlicher Förderung gebaut worden sind, ein Problem sei, betont Sabine Schwanz. Sie ist die Leiterin der Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen. „Um die Fördermittel zu bekommen, mussten wir uns an die damals vorgegebenen Raumpläne halten“, sagt sie. Damals – als ein Pflegeheim eben noch kein wirkliches Zuhause sein sollte. Problem: Die Bindungsfristen für die Fördergelder betragen 50 Jahre. Solange müssen die Zweibettzimmer bleiben, auch wenn dort niemand mehr einziehen mag. Angesichts der vielen Steuermillionen, die zum Beispiel seit Jahren in den Stralsunder Frankenhafen gepumpt wurden, ohne dass sich dort ein nennenswertes Unternehmen angesiedelt hat, wirkt das wie Hohn. Der Bedarf an Einzelzimmern ist dagegen enorm. Erwin Sellering nimmt das Problem mit. „Pflege wird immer wichtiger“, sagt er.

bfi

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