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Stralsund Hiddensee: Auf die Schnelle gibt es keine Außenstelle
Vorpommern Stralsund Hiddensee: Auf die Schnelle gibt es keine Außenstelle
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00:00 19.04.2013
Hiddensee

Auf die Schnelle werden die Hiddenseer keine Amtsperson ständig auf die Insel bekommen. Zwar haben sich die Gemeindevertreter am Mittwoch dafür ausgesprochen, dass die Außenstelle des Amtes West-Rügen in Vitte wieder besetzt werden sollte und die Kommune sich mit 12 800 Euro zur Hälfte an den Kosten beteiligt. Aber endgültig entscheidet darüber der Amtsausschuss — wohl Ende Mai/Anfang Juni. Schließlich soll das Amt die andere Hälfte der Kosten übernehmen.

„Es liegt jetzt nur am Amt West- Rügen, wann die seit Ende 2012 verwaiste Außenstelle wieder eingerichtet wird“, spielt Hiddensees Bürgermeister Thomas Gens (parteilos) den Ball in Richtung der Amtsverwaltung in Samtens. Dort sendet Rainer Schultz das Spielgerät sofort zurück. Er sieht weiterhin die Hiddenseer am Zug. „Auf der Grundlage des Beschlusses kann die Gemeinde nun beim Amt West-Rügen die Einrichtung einer Außenstelle beantragen. Der Amtsausschuss hat dann über diesen Antrag zu entscheiden“, sagt der Leitende Verwaltungsbeamte. Sollte die Entscheidung für die Gemeinde positiv ausgehen, habe das Amt die Häfte der Personalkosten bereitzustellen. „Danach wäre die Besetzung der Stelle möglich.“

Er macht aber auch deutlich: „Da die Gemeinde derzeit noch bemüht ist, den Gemeindeverbund des Amtes West-Rügen verlassen zu wollen und in ein anderes Amt zu wechseln bzw. die Amtsfreiheit wieder zu erlangen, ist es aus meiner Sicht sinnvoll, dass sich die Gemeinde zuerst klar positioniert.“ Das sieht Hiddensees Bürgermeister anders. „Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Wir werden ja auch zu voller Höhe Amtsumlage, das sind mehr als 200 000 Euro, für das Jahr veranlagt, ob nun mit oder ohne Erklärung zum Amtswechsel“, macht Thomas Gens deutlich.

Chris Herold

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