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Hiddenseerin ist Pflegerin des Jahres

Hiddensee Hiddenseerin ist Pflegerin des Jahres

Elisa Siebler (25) bundesweit erste Preisträgerin / Sie selbst ist an Multipler Sklerose erkrankt

Hiddensee. Mit Elisa Siebler ist eine gebürtige Hiddenseerin die bundesweit erste Gewinnerin des Preises „Pflegerin des Jahres“. Die lebensfrohe 25-Jährige hat sich bei der Jury wegen ihrer positiven Lebenseinstellung und ihrer Empathie durchgesetzt. Obwohl sie an Multipler Sklerose erkrankt ist, sei sie eine glückliche Pflegerin, sagt sie.

Mit den 5000 Euro Preisgeld möchte sie in den Urlaub – am liebsten in die Sonne. „Es ist mir eine totale Ehre und ich bin auch ein bisschen peinlich berührt“, sagt sie über die Auszeichnung.

Normalerweise sei sie kein Mensch, der gern im Mittelpunkt stehe. „Aber vielleicht schaffe ich es, ein bisschen an dem Ansehen der Pflege zu verändern, weil der Beruf nämlich ganz toll ist und vielleicht mehr Leute Lust bekommen, ihn zu machen“, hofft sie.

Elisa Siebler ist auf Hiddensee aufgewachsen, hat die Insel-Schule in Vitte besucht und sich im Anschluss in Rostock zur Familienpflegerin ausbilden lassen. Danach entschied sich die damals 18-Jährige für eine weitere Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Derzeit arbeitet sie in der Unfallchirurgie in der Asklepios Klinik in Hamburg Barmbek.

In ihrer Freizeit fährt die blonde Wahl-Hamburgerin gern Fahrrad und näht von Gardinen über Pullover bis zu Kleidern alles, worauf sie gerade Lust hat – das hilft ihr auch, den Kopf frei zu bekommen und von der anstrengenden Arbeit abzuschalten.

Erstmals wurde der „Pfleger des Jahres“ ausgezeichnet. Unter dem Motto „Herz & Mut“ konnten Patienten, Angehörige und Arbeitskollegen Pflegekräfte dafür nominieren. Elisa Siebler wurde von sechs Personen vorgeschlagen.

Was sie sich für das Gesundheitssystem wünscht? „Es sollte mehr Zeit für die Patienten da sein“, sagt sie. „Anerkennung in der Pflege sollte größer geschrieben werden, so dass alle sagen können: Ich bin Krankenschwester oder Altenpfleger, und ich bin stolz darauf.“

OZ

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