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Stralsund Hilfsbereit und Spaß dabei

In der Arbeitersamariterjugend und beim Jugendrotkreuz können sich Jugendliche engagieren und lernen dort, gemeinsam anderen Menschen zu helfen.

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Fahrten zu bundesweiten Wettbewerben gehören bei den Jugendgruppen von Rettungsdiensten mit dazu.

Stralsund. Anderen Menschen zu helfen, ist für viele ein Bedürfnis. Aber wie fängt man das an? Wann ist man nicht mehr zu jung, um wirklich mit anpacken zu können?

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In der Arbeitersamariterjugend und beim Jugendrotkreuz können sich Jugendliche engagieren und lernen dort, gemeinsam anderen Menschen zu helfen.

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Ich interes-

siere mich für Medizin und denke, dass mein Engagement bei der Arbeiter-

samariterjugend eine gute Vorbereitung auf mein Medizinstudium ist.“Anton Sulz (16), Schüler

Gemeinsam helfen

Die Mitglieder der Arbeitersamariterjugend treffen sich alle zwei Wochen, freitags, 14 Uhr, im Sicherheitszentrum in der Seestraße 9.

Mädchen und Jungen ab 14 Jahren sind herzlich willkommen.

Die Mitglieder des Jugendrotkreuz treffen sich immer samstags von 8.30 bis 10 Uhr, ebenfalls im Sicherheitszentrum.

Weitere Informationen unter www.drk-ruegen-stralsund.de oder www.asb-nordost.de

Möglichkeiten sich zu engagieren bieten das Jugendrotkreuz Mecklenburg-Vorpommern vom Deutschen Roten Kreuz und die Arbeitersamariterjugend vom Arbeitersamariterbund.

16 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 16 Jahren treffen sich derzeit einmal wöchentlich beim Jugendrotkreuz. Gesundheit, Umwelt, Frieden und Völkerverständigung – das sind die Themen, mit denen sich die Jugendrotkreuzler beschäftigen. In erster Linie geht es darum, in Not geratenen Menschen zu helfen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Menschen vor der eigenen Haustür handelt oder rund um den Globus. „Es gibt überall Leute, die durch Krieg, Katastrophen, Hungersnot oder Unfälle, Krankheiten oder Armut in Not geraten sind“, sagt Benjamin Stephan (14), der seit einigen Jahren zu den Jugendrotkreuzlern gehört. „Es ist wichtig, dass ich hier lerne, wie ich anderen Menschen helfen kann“, sagt der Schüler der Marie-Curie-Schule.

Gemeinsam mit Kreisleiterin Sandra Roters werden in den Gruppenstunden Schritt für Schritt Themen erarbeitet. „Für mich ist die Arbeit mit Kindern ein schönes Hobby. Mir ist wichtig, dass die Jugendlichen sehen, was man mit einem Ehrenamt leisten kann.“

Junge Menschen für soziales Engagement zu begeistern und ihnen Werte wie Solidarität, Toleranz und Menschlichkeit zu vermitteln, sind auch die Ziele des Arbeitersamariterbundes. Noch ganz frisch hat sich im März des vergangenen Jahres eine Jugendgruppe gegründet, zu der derzeit 13 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren gehören. Sechs ausgebildete ehrenamtliche Jugendgruppenleiter mit einem Sanitätshintergrund kümmern sich um die Mädchen und Jungen.

Einer dieser Betreuer ist Robert Wetzel, der Rettungssanitäter beim Rettungsdienst ist. „ Es gibt ganz verschiedene Ansätze, warum so eine Jugendgruppe so wichtig ist“, sagt der Stralsunder. Zum einen die medizinische Seite, zum anderen das Sensibilisieren dafür, anderen Menschen selbstverständlich zu helfen.

Bei den Jugenddiensten wird unter anderem Erste Hilfe am Patienten geübt, außerdem gibt es Fahrzeugkunde zu den Krankentransportwagen und Katastrophenschutz-Fahrzeugen. „Wir arbeiten eng mit der Jugend des Technischen Hilfswerks zusammen“, sagt Robert Wetzel.

Es wird trainiert, wie Behandlungsplätze und Versorgungszelte aufgebaut werden, die in Notlagen benötigt werden. Doch Robert Wetzel spricht noch einen anderen Punkt an. „Die Jugendlichen erhalten Einblicke in diverse Berufsbilder. Darüber hinaus werden sie für ehrenamtliches Engagement sensibilisiert, sei es beim Katastrophenschutz, der Rettungshundestaffel, dem Kriseninterventionsteam oder im Schulsanitätsdienst. Über diesen kam übrigens Anton Sulz zur Arbeitersamariterjugend. „Ich habe großes Interesse an Medizin und möchte das auch gern einmal studieren“, sagt der 16-jährige Schüler des Schulzentrums am Sund. „Das ist eine gute Vorbereitung auf mein Studium. Außerdem mag ich die regelmäßigen Treffen und Unternehmungen mit den anderen“, sagt er.

Ob nun Ausflüge, die Teilnahme an Wettbewerben und die Organisation von solchen gehören genauso dazu wie der Austausch mit anderen Jugendgruppen. „Wir bieten Jugendlichen aus der Region eine Plattform, sich regelmäßig organisiert und von Jugendbetreuern begleitet, treffen zu können“, sagt Robert Wetzel. Ihm selbst macht die Arbeit großen Spaß. „Die Jugendlichen erden mich“, sagt er mit einem Lachen. „Und das hält mich jung.“

Lara-Sophie Meisel besucht das Hansa-Gymnasium; Mitarbeit am Text von Moritz Werthschulte.

Miriam Weber und Lara-Sophie Meisel

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