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Stralsund Hochschule tüftelt an Lego-Robotern
Vorpommern Stralsund Hochschule tüftelt an Lego-Robotern
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16:01 24.04.2018
Bei der Entwicklung arbeitet die Hochschule mit dem Halbleiterhersteller Infineon in Dresden und weiteren Partnern zusammen. Quelle: Hochschule Stralsund
Stralsund

Stralsunder Wissenschaftler wollen einen Robotertyp entwickeln, der selbstständig auf wechselnde Auftragseingänge reagieren und sich der Produktion flexibel anpassen kann. Kern des Vorhabens sei ein neues mobiles und wandlungsfähiges Robotersystem. Wie Legosteine sollen sich die Maschinen im täglichen Fabrikbetrieb modular zusammensetzen lassen, teilte die Sprecherin der Hochschule, Julia Danne, mit.

„Die Fabrik der Zukunft benötigt intelligente Maschinen, die sehr schnell auf neue Produktionsaufträge reagieren können“, sagte Arthur Deutschländer, Professor an der Fakultät für Maschinenbau der Hochschule Stralsund. „Das spart Zeit und Kosten bei den Anpassungen und erweitert die Nutzbarkeit der Maschinen. Diese Flexibilitätszunahme stellt einen deutlichen Wettbewerbsvorteil dar.“Deutschländer zufolge müssten Unternehmen sich immer häufiger Produktinnovationen und einer deutlich kundenorientierteren Fertigung stellen. Dabei wirke sich der Wunsch nach Individualisierung insbesondere auf der Produktebene aus und spiegele sich in einer rasant steigenden Produkt- und Variantenvielfalt wider. „In den Werkhallen muss künftig flexibler gearbeitet werden, um komplexere Serien bis hin zur Einzelfertigung herzustellen. Die wirtschaftliche Fertigung kleiner Stückzahlen ist in der heutigen Produktionstechnik eine große Herausforderung“, betonte der Lehrstuhlinhaber für Förder-, Handhabungs- und Montagetechnik im Fachbereich Maschinenbau der Hochschule. Deutschländer: „Während wir in den 90er-Jahren versucht haben, die Komplexität zu reduzieren, stehen uns in Zukunft digitale Hilfsmittel zur Verfügung, um Arbeitskomplexität zu beherrschen.“

Das Vorhaben sei der Hochschule zufolge Teil des von der EU und der Bundesregierung finanziell gestützten Verbundprojektes „Productive 4.0“. Im Rahmen dieses Projektes hat die Hochschule ihren Arbeitsschwerpunkt speziell auf die Entwicklung wandlungsfähiger Robotersysteme gelegt, bei denen künstliche Intelligenz eingesetzt werde. „Wir entwickeln Roboter, die sich nach dem Legoprinzip mit verschiedenen Werkzeugen modular kombinieren lassen und sowohl stationär als auch mobil einsetzbar sind“, sagte Deutschländer.

Mittels fahrerloser Transportfahrzeuge sollen die Roboter an dem jeweils erforderlichen Standort der Produktion bereitgestellt werden, um dort spontan zum Einsatz kommen zu können. Die Maschinen passen sich dabei selbstständig an die verschiedenen Arbeitsaufgaben und Abläufe an. „Wie in einem Maschinenballett die Choreografie die Umsetzung beeinflusst, sollen sich in Zukunft durch die Digitalisierung Materialflussbewegungen und Prozessvorgänge zu einem Ganzen verbinden.“

Bei der Entwicklung arbeitet die Hochschule mit dem Halbleiterhersteller Infineon und weiteren Partnern zusammen: „Wir unterstützen diesen zukunftsweisenden Lösungsansatz, da sich hierdurch vielfältige Rationalisierungspotentiale erschließen lassen“, sagte Harald Heinrich, Automatisierungsexperte bei Infineon in Dresden. „Zusammen mit der Hochschule Stralsund wollen wir am Standort Dresden mobile und wandlungsfähige Robotersysteme als Lösungsansatz erforschen und unter industrienahen Bedingungen erproben.“

Benjamin Fischer

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