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Stralsund Höhere Kosten für Stralsunds Grabstellen
Vorpommern Stralsund Höhere Kosten für Stralsunds Grabstellen
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00:01 19.10.2017
Der Zentralfriedhof Stralsund ist für Hinterbliebene ein Ort, um zu trauern und zur Ruhe zu kommen. Quelle: Foto: Alexander Müller

Auf Friedhofsnutzer kommen höhere Kosten zu. Hintergrund ist eine veränderte Gebührensatzung. Am Dienstag hatte Eva Schubert, Betriebsleiterin des Stralsunder Zentralfriedhofs, den Vertretern des Finanzausschusses den Entwurf dazu präsentiert.

Demnach müssten für ein klassisches Erdwahlgrab künftig 1200 Euro statt bisher 900 bezahlt werden. Erhöhungen gäbe es unter anderem auch bei Verwaltungsgebühren und anderen Grabarten. Auf der anderen Seite sinken bei einigen Bestattungsformen und Grabanlagen die Preise.

Eine neue Gebührensatzung wird laut Stadtverwaltung notwendig, da die bisher geltende aus dem Jahr 2002 stammt, mit einer Änderung aus dem Jahr 2005. „Trotz sparsamsten Wirtschaftens wurde die Grenze der kalkulierten Gebührenbedarfe erreicht“, erklärte Eva Schubert vor dem Ausschuss. Zum Abschluss des Jahres 2015 stand ein Minus von 30000 Euro zu Buche. „Kostenoptimierung ist nicht mehr“, so Eva Schubert. „Eine neue Gebührensatzung ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und gesetzlicher Vorgaben zwingend notwendig.“ Ein Expertenbüro hat ausgerechnet, dass für die Jahre 2017 bis 2019 Kosten in Höhe von 997700 Euro durch Gebühren gedeckt werden müssen.

Für die höheren Gebühren wird allerdings auch ein Gegenwert geboten. Stralsunder erhalten künftig ein breiteres Angebot von unterschiedlichen Bestattungsvarianten. Denn auch die Friedhofskultur unterliegt verschiedenen Trends. „Wir haben nun eine Bandbreite an Möglichkeiten, die wir zuvor noch nicht im Plan hatten“, sagte Eva Schubert.

Zum Beispiel die so genannte Themengrabanlage. „In so einer Anlage finden jeweils zwölf Urnen Platz, die zu einem bestimmten Thema bepflanzt sind. Spezielle Stauden oder Gehölze etwa“, erklärte die Friedhofsleiterin.

Neu hinzugekommen ist zudem das Urnen-Baumreihengrab, das angelehnt ist an das Konzept des Friedwaldes. „Viele Menschen haben sich in der Vergangenheit dafür entschieden, ihre Verstorbenen in einem Friedwald zu bestatten. Mit diesem Angebot wollen wir dem Trend begegnen.“ Die Urnen werden dabei rund um einen Baum bestattet. Auf dem Stralsunder Zentralfriedhof ist dafür ein spezielles Grabfeld vorgesehen, das den Namen „Parkfrieden“ trägt. Eine weitere neue Möglichkeit ist die Bestattung eines Sarges im Naturgarten. Den gibt es bereits auf dem Friedhof, doch bisher konnten dort nur Urnen bestattet werden.

In den Entwurf der Satzung offiziell mit aufgenommen sind nun zudem die Trauerfeiern außerhalb der Dienstzeit. Oft werde nach den Sonnabenden gefragt. Gegen einen Aufpreis war das auch jetzt schon möglich, aber nun gibt es das Angebot sozusagen Schwarz auf Weiß. Rechnung getragen würde mit der neuen Satzung auch dem oftmals angebrachten Wunsch, die Grabstelle nicht selbst pflegen zu müssen.

Bei fast der Hälfte der angebotenen Grabarten entfällt die Pflegeverpflichtung für den Nutzer. „Alles natürlich vorbehaltlich dessen, dass die Satzung von den Vertretern der Bürgerschaft bestätigt wird“, sagte Eva Schubert abschließend.

Miriam Weber

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