Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Hoffnungszeichen aus der Tiefe
Vorpommern Stralsund Hoffnungszeichen aus der Tiefe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 04.12.2017
Als wäre die Autobahn erst gestern zusammengebrochen: Wann der Schutt abgefahren wird, ist noch nicht entschieden. Quelle: Foto: Dpa

Erfreuliche Signale aus dem Erdboden unter der Abbruchstelle der A 20 bei Tribsees: Die Probebohrungen, die seit Wochen vor Ort stattfinden, seien bis in eine Tiefe von 23 Metern getrieben worden, sagte die Sprecherin des Landesverkehrsministeriums, Renate Gundlach, auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG. „Dabei zeigten die Baugrundaufschlüsse im Bereich der Schadensstelle, dass in etwa 22 Metern Tiefe fester Boden anzutreffen ist.“

Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die von Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) angekündigte Behelfsbrücke zur Wiederbelebung der A 20 wirklich gebaut werden kann.

Die Auswertung der Bodenproben sei aber noch nicht abgeschlossen, betonte Gundlach einschränkend. Mit dieser Aufgabe ist ein Ingenieurbüro in Neubrandenburg beauftragt worden. Zusätzlich sollen zwei bundesweit tätige Forschungseinrichtungen in die Interpretation der Bohrergebnisse eingebunden werden.

Die Behelfsbrücke soll anders als der Fahrbahndamm auf konventionelle Weise mit dicken Betonpfählen in dem Moorgebiet gegründet werden. Dafür ist ein fester Boden unterhalb des Moores unabdingbar.

Der Fahrbahndamm wird indes von tausenden, wenige Zentimeter dicken Mörtelsäulen getragen, von denen ein Teil offenbar nachgegeben hatte, weshalb die Autobahn an dieser Stelle nun im Moor liegt. Der verbliebene Teil des Fahrbahndamms müsse aber laut Pegel „noch mindestens zwei bis drei Jahre halten“.

Die Ermittlungen zur genauen Schadensursache treten unterdessen weiter auf der Stelle. Sie würden „angesichts der Komplexität andauern“, heißt es dazu aus dem Ministerium. Ziel sei es aber nach wie vor, eine der tausenden Säulen, die die Fahrbahn tragen sollten, zu bergen. Bisher ist dies nicht gelungen. Ministeriumssprecherin Gundlach: „Wann und auf welchem Weg dies geschehen kann und wird, ist noch nicht absehbar.“ Auch, wann der Schutt an der A 20-Abbruchstelle abgefahren werden kann, ist weiter unklar. Renate Gundlach spricht von einem „aufwändigen Verfahren“. Problem: Rechts und links der Autobahn können dort keine Kipper und Bagger aufgefahren werden, um den Schutt abzutransportieren. Sie würden selbst im Moor versinken.

Benjamin Fischer

Mehr zum Thema

Linken-Chefin Wenke Brüdgam aus Tribsees will ihre Partei in eine Regierung führen – aber nicht um jeden Preis

30.11.2017

Linken-Chefin Wenke Brüdgam aus Tribsees will ihre Partei in eine Regierung führen – aber nicht um jeden Preis

30.11.2017

Grevesmühlen/Wismar/Bad Doberan. Die Norika GmbH steckt in diesen Tagen auf einem Schlag nahe Altenhagen noch in der Ernte von Stärkekartoffeln: „Die nassen Löcher machen uns zu schaffen.

30.11.2017
Stralsund GUTEN TAG LIEBE LESER - Kasse des Vertrauens

Vor jedem ersten Advent ist es in den Supermärkten bumsvoll. Als würde der Advent nicht das Weihnachtsfest, sondern den Ausbruch einer Hungersnot verheißen.

04.12.2017

Harry Lembke (87) berichtet seit 52 Jahren aus dem Stadtgeschehen von Tribsees (Vorpommern-Rügen) und wurde dafür am Samstag mit dem 8.Tribseeser Bürgerpreis ausgezeichnet.

04.12.2017

Die Einwohner von Altenpleen (Vorpommern-Rügen) starten Hilfsaktion für Weißrussland: Spendenaktion des Kultur- und Sportvereins läuft nach toller Premiere 2016 nun zum zweiten Mal.

02.12.2017
Anzeige