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Hohenwieden will Kalbfleisch verkaufen

Grimmen-Hohenwieden Hohenwieden will Kalbfleisch verkaufen

SOS-Dorfgemeinschaft denkt zudem an Hühnerhaltung

Grimmen-Hohenwieden. Weil die Erlöse beim Verkauf von Bullenkälbern im Keller sind, denkt die SOS-Dorfgemeinschaft darüber nach, junge Kälber selber großzuziehen, um anschließend deren Fleisch zu vermarkten. Die Nachfrage sei groß, sagte gestern Hans-Peter Fromm, Einrichtungsleiter der SOS-Dorfgemeinschaft, anlässlich eines Besuches von Landrat Ralf Drescher (CDU) und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern, Rolf Kammann.

Und es gibt am Grimmener Stadtrand noch mehr Gedanken in Sachen Produktionserweiterung. Schon bald könnte ein Hühnermobil über Grimmener Wiesen rollen. Trotz anhaltender Geflügelpest. „Wir tragen uns mit dem Gedanken, sowohl die Hühnerhaltung als auch die Eierproduktion ins Programm aufzunehmen“, erklärte Bio-Landwirt Johannes Polzin. Im Hühnermobil würden etwa 220 Tiere Platz finden. Geplant sei, es wöchentlich oder 14tägig umzusetzen. Bislang gibt es in der SOS-Dorfgemeinschaft lediglich zehn Hühner, die allerdings nur im Hobbybetrieb gehalten werden, sagte er. Hans-Peter Fromm unterstrich, dass die SOS-Dorfgemeinschaft ständig auf der Suche nach neuen Beschäftigungsfeldern für die hier lebenden Behinderten sei. Dies sind erwachsene Menschen, die wegen Lernbeeinträchtigungen stationär, teilstationär und ambulant betreut werden müssen. 35 Frauen und Männer leben in Gruppen direkt in der Dorfgemeinschaft. Weitere 35 sind in Grimmener Wohnungen untergebracht.

Die SOS-Dorfgemeinschaft gibt es seit 1999. „Wir sind jetzt im 18. Jahr“, sagte Fromm, „und mittlerweile auch zu einem größeren Arbeitgeber herangewachsen.“ 76 Menschen sind hier in Lohn und Brot.

Landrat Drescher ergänzte, dass der Betrieb auch als Ausflugsziel wahrgenommen werde. Er selber komme gern mit seinen Enkelkindern hierher. ra

OZ

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