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Stralsund Hospiz führt ehrenamtliche Helfer zusammen
Vorpommern Stralsund Hospiz führt ehrenamtliche Helfer zusammen
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00:01 01.12.2016

Für Yvonne Genzen steht fest: „Die Eröffnung des stationären Hospizes ,Gezeiten’ im April in Stralsund ist der bisherige Höhepunkt unserer Arbeit.“ Immerhin hat der Stralsunder Hospizverein, dessen aktuelle Vorsitzende sie ist, seit 2007 dafür gekämpft, eine solche Einrichtung am Sund zu etablieren.

„Die Zusammenar-beit hilft, den Hospizge- danken in die Öffentlichkeit zu tragen. Martina Steinfurth, Leiterin Caritas- Regionalzentrum

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„Helfen bringt Freude“ sowie Anschrift für Spendenquittung

Die Vereinsvorsitzende sieht darin nicht nur den Lohn der Arbeit, sondern eine neue Qualität für die Sterbebegleitung am Sund: „Unser Haus ,Gezeiten’ ist Anlaufpunkt für alle geworden, die ehrenamtlich mit dem Thema zu tun haben.“ In ihrem Verein sind das derzeit 18 ambulante Helfer. Vor allem jene, die im September die Ausbildung beendet haben, könnten erste Schritte in der Begleitung Sterbenskranker im Hospiz absolvieren. „Das stärkt die Motivation der Begleiter. Man steht dem Lebensende nicht alleine gegenüber, weiß Fachkräfte im Hintergrund.“

Martina Steinfurth, Leiterin des Caritas-Regionalzentrums Stralsund, sieht die gute Zusammenarbeit zwischen dem 35 Helfer starken ambulanten Caritas-Hospizdienst und dem Hospizverein gestärkt. Nicht nur, weil seit April sechs Hospiz-Gäste durch Ehrenamtler der Caritas begleitet wurden. „Das Zusammenspiel hilft, den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir erfahren derzeit im Nachgang viel Zuspruch von Angehörigen für unsere Arbeit“, weiß sie, dass sich das Engagement herumspricht.

Angelika Kiewitt hat selbst als eine ambulante Helferin der Caritas einen Gast im Haus „Gezeiten“ begleitet. Für die evangelische Christin ein Zeichen der Nächstenliebe. „Im stationären Hospiz ist man stärker mit dem Tod konfrontiert“, sagt sie. „Das macht bewusst, dass er zum Leben gehört.“ Aus ihrer Sicht nimmt dieses Bewusstsein dem Sterben einiges von seinem Schrecken. Und die 63-Jährige verweist auf die Deklaration der Menschenrechte Sterbender als Richtschnur ihres Handelns. Darin auch dieser Satz: „Ich habe das Recht, von fürsorglichen, empfindsamen und klugen Menschen umringt zu sein.“

Die Einrichtung unter dem Dach der Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen trägt seit April über Glaubensfragen und Überzeugungen hinweg dazu bei, jenen den Rücken zu stärken, die ihren Mitmenschen am Ende des Lebens helfen wollen. Der für das nächste Jahr geplante Neubau eines separaten Hospizhauses kann dem zu weiteren Impulsen verhelfen.

Dabei helfen OZ-Leser über die Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ mit ihren Spenden. Gäste des Hospizes sollen in den letzten Lebenstagen Luft und Sonne auf krankengerecht ausgestatteten Terrassen vor jedem der acht neuen Pflegezimmer genießen können.

Jörg Mattern

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