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Stralsund St. Jürgen in Starkow wird Informationszentrum
Vorpommern Stralsund St. Jürgen in Starkow wird Informationszentrum
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11:40 05.11.2018
Wirtschaftsminister Harry Glawe (l./CDU) überbrachte am Sonntag im Rahmen der Hubertusmesse den Zuwendungsbescheid für die Gestaltung der Backsteinbasilika St. Jürgen als künftiges touristisches Informationszentrum des Küstenvorlandes. Quelle: Uwe Roßner
Starkow

Eichenblätter, kleine Tannenzweige und Teelichter schmückten die Backsteinbasilika St. Jürgen für die diesjährige Hubertusmesse. Das Fest zugunsten des Schutzheiligen aller Jäger ist im Örtchen an der Barthe zu einer festen Tradition geworden. Das bewies am Sonntag erneut der Zuspruch: Im bis auf den letzten Platz besetzten Kirchenschiff erlebten Jäger, Förster und Interessierte den gemeinsamen Ausklang der diesjährigen Jagdsaison. Der Auftritt der Bläser des Bremerhagener Hegering im Altarraum unterstrich dies. „Die Hubertusmesse kommt bei den Menschen gut an“, sagte Dietmar Braatz. Der Revierförster von Lendershagen freute sich über das volle Gotteshaus und führte den stetigen Zuwachs an Besuchern vor allem auf die Musiker zurück. Als Lektor gestaltete er die Feier mit.

Das diesjährige Grußwort sprach Peter Latendorf: „Bei der Liebe zur Natur und zur Jagd ist uns Hubertus ein Vorbild.“ Seit 1300 Jahren ist er der Schutzpatron der Weidmänner. Bei der Hege des Wildes, in der Land- und Forstwirtschaft sei dessen Handeln die Richtschnur, so der Bremerhagener Jäger. Dies bedeute keine ständige Jagd, sondern Verzicht. Deutlich werde das jedes Jahr aufs Neue bei der Einhaltung der Schonzeit sowie dem Schutz von bedrohten oder vom Alter her noch nicht reifen Tieren.

1,5 Millionen Euro für St. Jürgen

„Unsere Bemühungen sind von Erfolg gekrönt“, verkündete Adelheid Tuve den Versammelten. Die einstige und heute im Ruhestand befindliche Pastorin der Kirchgemeinde Velgast-Starkow erinnerte in ihrer Begrüßung an die vor drei Jahren aufkeimende Hoffnung für St. Jürgen. Zur damaligen Eröffnung des Kultursommers 2015 des Starkower Vereins Backstein, Geist und Garten kam die Idee auf, das Gotteshaus innerhalb seiner bisherigen Nutzung um die Komponente eines touristischen Informationszentrums zu erweitern. Zu Gast war damals Harry Glawe (CDU). Am Sonntag kehrte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit mit einem Förderbescheid an die Barthe zurück. Darin sagte Schwerin eine neunzigprozentige Unterstützung des Vorhabens zu. Das sind 1,267 Millionen Euro. Die Bewilligung erfolgte am letzten Donnerstag. „Wir haben die Höchstförderung ausgereizt“, so Glawe. Die restlichen Eigenmittel stehen bereit und stammen von der Kirchgemeinde, von Patronats- und Stiftungsmitteln sowie privaten Spendern. Allein durch den Antrag der Gemeinde Velgast war diese Förderspanne möglich. Als Partner beteiligt sie sich finanziell daran nicht. Zum erfolgreichen Dreiergestirn kommen die Kirchgemeinde als Eigentümer sowie die Verein Backstein, Geist und Garten als künftiger Betreiber hinzu. „Es wird Starkow aufwerten und die Region beleben“, sagte Harry Glawe. Bürgermeister Christian Griwahn äußerte: „Wir sind für die Zusage sehr dankbar.“

Als einzigartig beschreibt Dr. Gerd Albrecht die Konstellation aus Gemeinde, Kirchgemeinde und dem Verein Backstein, Geist und Garten, die gemeinsam eine erste wesentliche Umsetzung des touristischen Entwicklungskonzepts der Ämter Barth und Franzburg-Richtenberg vom Februar 2015 umsetzen. Seine Stellvertreterin, Cornelia von Uckro, vom Verein Backstein, Geist und Garten fand: „Nach einem langen Prozess gibt es jetzt ein Ergebnis, über das wir uns freuen. Es birgt für alle Partner eine riesige Chance.“

Angelpunkt Backsteingotik

Ein Grund für die Befürwortung war die zwischen dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und der Nordvorpommerschen Waldlandschaft liegenden Gartenroute mit Barth, Divitz und Starkow. „Sie soll eine Kette werden“, äußerte Harry Glawe. Das bedeutet für die Gemeinde Velgast generell: Sie kann in Zukunft zu einem wesentlichen Bindeglied der Kulturgüter des Küstenvorlandes werden. Nicht nur. Eine Strahlkraft bis nach Rügen und Usedom ist möglich. Das Netz aus Radfernwegen und Fernwanderwegen begünstigt dies. Erinnert sei dabei an den sich von Lübeck nach Stralsund und damit sich von West nach Ost erstreckenden Hanseatischen Botenweg. Der St. Jürgenweg kann von Barth aus über Kenz, Starkow und Schuenhagen dann in Richtenberg auf den Jacobsweg als Fernwanderweg münden.

Dreh- und Angelpunkt des ganzen Projekts ist die Starkower Kirche St. Jürgen. Um das Zeugnis der Backsteingotik als touristische Informationszentrum zu erweitern, bedarf es des Ausbaus der Seitenschiffe und des Dachraumes. Dort gibt es überall Platz für bereits skizzierte Ausstellungen rund um die Natur und Kultur Starkows und des Küstenvorlandes. Ein Dachreiter mit einer Aussichtsplattform gewährt künftigen Besuchern einen Blick auf den Pfarrgarten, auf Starkow, den Höhenzug Velgaster Staffel, die Weltkulturerbestadt Stralsund und den Lauf der Barthe bis zum Bodden.

Im kommenden Jahr sollen die Baumaßnahmen beginnen. 2019 ist dann für Starkow wieder geschichtsträchtig. Vor 777 Jahren entstand hier an der Barthe der erste Kirchenbau der Region. Zwei Dachreiter hatte das Gotteshaus im Laufe seiner bisherigen Geschichte. Der dritte Hut wäre dann wieder ein großes Geschenk für St. Jürgen im Jubeljahr und für alle kommenden Entdecker der Region.

Uwe Roßner

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