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Stralsund Im Sommer startet Umbau der Kranich-Schule Altenpleen
Vorpommern Stralsund Im Sommer startet Umbau der Kranich-Schule Altenpleen
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00:01 29.04.2016
Die Altenpleener Schulleiterin Petra Sagner übergab Minister Harry Glawe eine kleine Schul-Collage zur Erinnerung.
Altenpleen

Die Kranich-Grundschule in Altenpleen platzt aus allen Nähten, die Räume werden knapp, deshalb soll mit einem Anbau Platz geschaffen werden. 2,85

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) übergab gestern Scheck über 1,75 Millionen Euro/ Eigenanteil für den Amtsbereich liegt bei über einer Million Euro

Millionen Euro kostet das Projekt (die OZ berichtete) — ohne Förderung nicht zu stemmen. Gestern kam nun der lang ersehnte Fördermittelbescheid — CDU-Wirtschaftsminister Harry Glawe hatte den symbolischen Scheck über 1,7 Millionen Euro dabei, als er der Schule einen Besuch abstattete. „Minister heißt Diener — und ich diene dem Volk, also allen“, erklärte Glawe den 255 Schülern, die in der Sporthalle angetreten waren, um die Delegation aus Landkreisvertretern, Elternrat, Vertretern von CDU und SPD sowie Amtsausschussmitgliedern und Planern zu empfangen. Die Kinder staunten, als Harry Glawe berichtete, dass er 17 Jahre brauchte, um auf den Ministersessel zu kommen. Und sie klatschten kräftig, als die Mappe mit dem Fördermittelbescheid an Amtsvorsteher Peter Messing (parteilos) übergeben wurde. „Ich bin froh, dass wir nun endlich mit unserem Anbau anfangen können. Aber ich weiß auch, dass das für Lehrer, Schüler und Hort eine schwere Zeit wird. Bei Baulärm zu lernen, wird nicht leicht. Dafür können wir uns in anderthalb Jahren über einen schönen neuen Schulteil freuen“, sagte Peter Messing.

Bevor alle Grundkinder in die Schulhymne einstimmten, dankte Schulleiterin Petra Sagner dem Amtsausschuss für die Unterstützung. „Wir haben jetzt schon eine schöne Schule, sie ist nur zu klein. Und wir stehen in einer Sporthalle, die bereits saniert wurde.“

Beim anschließenden Rundgang durch die Schule betonte Elternvertreterin Rossitza Reif aus Klein Kedingshagen. „Ich bin froh, dass mein Sohn Franz hier zur Schule geht. Das ist eine ganz tolle Einrichtung. Die Schule ist renommiert, hat einen guten Ruf in der gesamten Region, dafür möchte ich den Lehrern auch mal Danke sagen.“

Um die Kranich-Grundschule für die Zukunft zu rüsten, soll ein Umbau erfolgen. Zwei Wochen vor den Sommerferien sollen nun die Bauarbeiter anrücken. Das Schulhaus bekommt am Ostflügel einen dreigeschossigen Anbau für neue Klassenräume — mit Windfang und Außentreppen inklusive Aufzug, um eine Bedingung der Inklusion zu erfüllen — die Barrierefreiheit. Aber auch energetische Sanierung und Dacherneuerung stehen im Projekt der betreuenden Architekten- und Ingenieur-Union. Der Ausbau des Kellergeschosses mit neuen Sanitäreinrichtungen, Fluren und Essenausgabe steht ebenfalls an. Neu hinzugekommen ist, dass für die Turnhalle ein zweiter Fluchtweg gebraucht wird.

2,85 Millionen Euro Gesamtkosten, davon 1,75 Millionen Euro Förderung — auch mit den Zuschüssen bleibt es ein Millionenbetrag. Die sechs Gemeinden des Amtsbereiches stehen mit der Schulsanierung vor einer gewaltigen Aufgabe, die nur über Kredit zu schultern ist. Die Kommunen wissen, dass sich die Investitionen spätestens 2019 auf ihre Haushalte auswirken. Denn über eine höhere Schulumlage werden die ohnehin klammen Gemeinden den Kredit finanzieren.

Als Amtsvorsteher Peter Messing in kleiner Runde auf diese Mammutausgabe aufmerksam machte, sagte Glawe nur: „Wenn‘s nix kostet, dann isses nix wert.“

Von Ines Sommer

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