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Stralsund Im Steigflug
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00:00 26.07.2018
Sundair hat zwischen September 2017 und Juni dieses Jahres mit den bisher zwei eigenen Airbus-Maschinen rund 138 000 Passagiere befördert.
Stralsund

Mecklenburg-Vorpommerns einzige Airline, die Stralsunder Fluggesellschaft Sundair, hat gestern nach einem Jahr im Flugbetrieb eine erste Zwischenbilanz vorgelegt. Demnach seien die zwei Maschinen von Sundair seit vergangenem Sommer zu fast 100 Prozent ausgelastet gewesen.

Die Stralsunder Fluggesellschaft Sundair hat in ihrem ersten Jahr 138000 Menschen befördert. 2018 werde das Unternehmen sein Umsatzziel von 50 Millionen Euro erreichen, teilte Sundair mit.

Inzwischen hat Firmengründer Marcos Rossello zwei weitere Airbus A 320 gekauft, die in den nächsten Wochen den Flugbetrieb aufnehmen sollen.

Unternehmensangaben zufolge hat die Gesellschaft zwischen September 2017 und Juni dieses Jahres mit den zwei Airbus-Maschinen, mit denen sie zunächst an den Start gegangen war, rund 138000

Passagiere befördert. „Allein seit Jahresbeginn hat Sundair gut 100 000 Reisende in den Urlaub geflogen“, sagte Rossello. Das für dieses Jahr geplante Umsatzziel von rund 50 Millionen Euro werde erreicht.

Auch die Anzahl der Flugziele habe sich innerhalb des ersten Jahres im Fluggeschäft vervielfacht. Nachdem Sundair am Anfang noch zu sieben klassischen Urlaubszielen aufgebrochen war, fliegen die beiden Maschinen inzwischen 43 verschiedene Destinationen an. Sundair betont aber, dass im Sommerflugplan von den Airlines grundsätzlich mehr Ziele angeflogen würden als im Winter. Ab September komme der Flughafen in Antalya hinzu, wie Sundair-Managerin Maria Bolt sagte. Auch Beirut stehe inzwischen im Flugplan.

Ihren Hauptsitz hat die Airline in einem großen Altbau-Büro mitten in der Stralsunder Altstadt. Einen weiteren Unternehmenssitz gibt es in Berlin-Waltersdorf. Insgesamt beschäftigt Sundair 160 Mitarbeiter, 100 in der Luft und 60 am Boden. Die beiden A 320 waren bislang auf den Flughäfen Berlin-Tegel und Kassel stationiert. Ab August soll der Flughafen Schönefeld neben Kassel die neue zweite Basis der Sundair-Flieger werden.

Das erste der zwei zusätzlich angeschafften Flugzeuge soll im August von dort aus starten. Dieses Flugzeug wird besonders auffallen, weil es, wie das zweite auch, zuvor der pleitegegangenen Fluggesellschaft Air Berlin gehörte, was auf dem Rumpf noch dokumentiert ist. Nach der Insolvenz hatten mehrere, insbesondere größere Fluggesellschaften um die Übernahme der Air-Berlin-Maschinen konkurriert. Insofern war es eine Überraschung, als im Juni bekannt wurde, dass Sundair zum Zug gekommen war. Aus Zeitgründen und da Sundair unter hohem Druck stehe, jetzt während der Haupturlaubssaison zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, werde darauf verzichtet, den ersten der zwei Air-Berlin-Flieger noch vor dem Einsatz neu zu bemalen. „Die Kultbemalung wird erst einmal beibehalten“, sagte Bolt.

Der zweite Air-Berlin-Airbus, der später ab September für die Stralsunder Fluggesellschaft unterwegs sein soll, werde aber in den pink-grauen Sundair-Farben abheben. Dafür wird das Flugzeug einmal komplett abgeschliffen und neu lackiert, also nicht nur übergestrichen. Im Fachjargon heißt diese Methode „strip and paint“. Damit wird vermieden, dass unnötig viel zusätzliches Gewicht durch die alte Farbe mitgetragen und so unter anderem ein höherer Kerosinverbrauch verursacht wird.

Sundair besitzt nur Flugzeuge vom Typ Airbus A 320-214. Eine typgleiche Flotte hilft den Airlines Wartungskosten zu sparen. Die irische Gesellschaft Ryanair macht das ähnlich. Die Flugzeuge haben zwischen 174 und 180 Sitzplätze.

Ihren Erstflug mit einem eigenen Flieger hat Sundair am 27. September vergangenen Jahres unternommen. Zuvor waren einige Wochen lang gecharterte Flugzeuge als Ersatz im Einsatz. Grund dafür war, dass die technische Anpassung der ersten zwei zuvor in Brasilien eingesetzten Passagiermaschinen an europäische Standards länger dauerte als geplant. Die zwei Flugzeuge, die jetzt hinzukommen, entsprechen wegen ihrer Vorgeschichte bei Air Berlin technisch bereits den Vorschriften des europäischen Luftraums. Das Zulassungsverfahren geht deshalb schneller. Letzte Checks werden aktuell auf den Flughäfen in Budapest und Berlin-Schönefeld durchgeführt.

Benjamin Fischer

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