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Stralsund In Stralsund sind am Sonntag 224 Wahlhelfer im Einsatz
Vorpommern Stralsund In Stralsund sind am Sonntag 224 Wahlhelfer im Einsatz
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00:00 03.09.2016

Vor der Landtagswahl am Sonntag haben die Parteien ihren Wahlkampf in der Hansestadt noch mal befeuert: Gestern waren Grünen-Chef Cem Özdemir und AfD-Vize Alexander Gauland in der Welterbestadt zu Gast.

Ingo Sirlin von der Stadtverwaltung zeigt den Stimmzettel für den Wahlkreis 26 in Stralsund. Quelle: Christian Rödel

Özdemir warnte auf dem Apollonienmarkt vor einem starken Abschneiden der AfD. „Die AfD sortiert die Menschen nach der Herkunft. Für die Herkunft kann keiner was.“ Es gehe darum, zwischen jenen zu unterscheiden, die eine autoritäre Gesellschaft wollten, in der die Frauen zurück zum Herd sollten und der Staat den Leuten vorschreibe, wie sie privat zu leben haben – und denen, die sich für Freiheit und die Werte von 1989 einsetzten. Die AfD löse keine Probleme, sondern sei selber eins. Deshalb sei die Landtagswahl im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017 auch eine Richtungswahl.

Grünen-Spitzenkandidatin Silke Gajek war am Rande der Veranstaltung von einem Bürger lautstark beschimpft worden, nachdem sie Passanten zur Wahl demokratischer Parteien aufgerufen hatte. In Richtung der AfD sagte sie: „Es ist ein Schlag ins Gesicht, diese Bratzen zu sehen, die sagen ,Wir sind das neue Deutschland’“. Sie setze darauf, dass am Sonntag die Bürger Inhalte wählen und nicht diesen „populistischen Scheiß“.

Die AfD hatte sich wenige Schritte von den Grünen entfernt auf dem Alten Markt aufgebaut. Am Rande dieser Veranstaltung kündigte der Stralsunder AfD-Direktkandidat Matthias Laack an, dass seine Partei am Sonntagabend, die Stralsunder Wahllokale systematisch mit Wahlbeobachtern überwachen wolle. Welche Wahllokale sich die AfD dafür konkret ausgesucht hat, wollte Laack nicht sagen. Grund dafür sind offenbar Ängste, dass die Partei, die in diesem Jahr zum ersten Mal zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern antritt, bei der Auszählung um Stimmen betrogen werden könnte. Die Stapel mit den Stimmzetteln werden aber ohnehin mehrfach und von verschiedenen Wahlhelfern durchgezählt. Die Auszählung in den einzelnen Wahllokalen ist generell öffentlich.

Eine der Parteien, die in Stralsund zur Landtagswahl antreten, vor Ort aber keine Wahlparty veranstalten, ist die AfD. Eben, weil die Mitglieder in die Wahlbeobachtung eingebunden seien, sagte Laack.

„Zum Feiern geht’s hinterher nach Schwerin.“

Die 30 Stralsunder Wahllokale haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Danach erfolgt die Auszählung. Insgesamt gibt es in der Hansestadt 47712 Wahlberechtigte. Knapp 5000 Stralsunder haben ihre Stimme bereits per Briefwahl abgegeben. Insgesamt werden 224 Wahlhelfer im Einsatz sein.

Parteien feiern Wahlpartys in Stralsund

Alle Parteien bis auf AfD und Grüne feiern gemeinsam ab 18 Uhr mit ihren Anhängern an verschiedenen Orten in der Hansestadt Wahlpartys. Die CDU hat dafür die Werkstatt auf der Hafeninsel gemietet. Die SPD trifft sich in ihren Geschäftsstelle in der Mühlenstraße. Die Partei die Linke ist im Bürgergarten am Knieperdamm zu Gast, die Wählergemeinschaft Bürger für Stralsund wie üblich im Goldenen Löwen. Im Stralsunder Rathaus wird am Wahlsonntag indes nichts los sein. „Es werden keine Wahlergebnisse präsentiert“, sagt der Sprecher der Stadtverwaltung, Peter Koslik.

Martina Rathke und Benjamin Fischer

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