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In Stralsund wird jetzt an der „HOST“ studiert

Stralsund In Stralsund wird jetzt an der „HOST“ studiert

Hochschul-Rektor Matthias Straetling verteidigte die akademische Selbstverwaltung im Land / Namenskürzel ist jetzt offiziell im Gebrauch

Stralsund. Mit deutlicher Kritik an der Einmischung in die autonomen Belange von Hochschulen und Universitäten im Land durch die Politik hat der Rektor der Hochschule Stralsund, Dr. Matthias Straetling, am Sonnabend den Tag der offenen Tür in der Mensa der Einrichtung eröffnet.

„Es ist unsäglich, wenn sich die Bürgerschaft von Greifswald anmaßt, mit darüber befinden zu wollen, welchen Namen die Universität zukünftig tragen soll“, betonte Straetling und fügte hinzu, dass „die Autonomie, sprich Selbstverwaltung, der wissenschaftlichen Lehrkörper ein hohes Gut ist, das es zu verteidigen gilt“. Die Freiheit in Forschung und Lehre sei nach Ansicht des Rektors nicht verhandelbar. Das saß, und diese klare Ansage dürfte nicht nur in der Bürgerschaft der benachbarten Hanse- und Universitätsstadt, sondern auch in der Schweriner Landesregierung für ein Aufhorchen sorgen.

Doch sein leidenschaftliches Statement für die autonome Selbstverwaltung der Unis und Hochschulen erschöpfte sich nicht in der Kritik an der politischen Einmischung von außen, genauso passioniert richtete er sich an die Gäste in der randvoll besetzten Mensa auf dem Campus. „Liebe zukünftige Studierende, quetschen Sie uns aus wie eine Zitrone, wenn es um Informationen zu Ihrem Studium geht“, forderte der Rektor die vielen Zuhörer auf. „Wir sind eine Hochschule mit anwendungsorientierten Studienrichtungen und einem enormen Wachstumspotenzial“, sagte Straetling selbstbewusst und fügte hinzu, dass die Zeiten endgültig vorbei seien, in denen Absolventen von Fachhochschulen schlechter bezahlt werden als die mit Universitätsabschlüssen.

An dieser Stelle leitete der Rektor thematisch zur neuen Bezeichnung der einstigen Fachhochschule über, die sich zukünftig Hochschule Stralsund, abgekürzt „HOST“, nennen wird. Anschließend schritt Matthias Straetling dynamisch zur Tat und stieg auf einen Hubsteiger, um mit eigenen Händen die Enthüllung des Schriftzuges mit neuem Logo über dem Eingang am Hauptgebäude (Haus 4) vorzunehmen. Wie bei einem international aufgestellten Unternehmen ließ der Rektor die Hochschule komplett mit dem neuen Branding (Markenzeichen) ausstatten – dieses reicht von Briefköpfen bis hin zu den mit drei stilisierten Segeln bedruckten T-Shirts, die bereits am Samstag von vielen Studierenden und Hochschulmitarbeitern stolz getragen wurden.

Als neuer Kommunikationschef der Hochschule stellte sich Christopher Dietrich vor, der am 1. Mai offiziell sein Amt antreten wird. Der promovierte Historiker, dessen Dissertation die Stasi-Observation des DDR-Kabaretts zum Inhalt hatte und der zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Grünen-Fraktion im Schweriner Landtag tätig war, will die Hochschule in ihrer Außenwahrnehmung deutlich optimieren.

Den Tag der offenen Tür auf dem Campus nutzten am Sonnabend überwiegend Eltern mit ihren Kindern, die kurz vor dem Abitur stehen und sich einen informativen Überblick von den Angeboten diverser Studienbereiche verschaffen wollten. Der 19-jährige Ole Lau ließ sich beispielsweise von seiner Mutter Gabriele nach Stralsund auf die Schwedenschanze fahren, um sich hier in den Hörsälen und Seminarräumen umzuschauen. „Ich mache in wenigen Wochen am Grimmener Gymnasium mein Abitur und könnte mir vorstellen, an der Stralsunder Hochschule Baltic-Management zu studieren“, so der Negaster.

Christian Rödel

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